RTL in der Krise: Bis zu 1.000 Jobs wackeln – Belegschaft in Angst!
RTL plant bis zu 1.000 Stellen abzubauen, betroffen sind alle Sender der Gruppe. Gründe sind der schwache Werbemarkt und Streaming-Konkurrenz.

RTL in der Krise: Bis zu 1.000 Jobs wackeln – Belegschaft in Angst!
RTL Deutschland steht vor einem massiven Stellenabbau, der bis zu 1.000 Mitarbeitende betreffen könnte. Laut vol.at plant das Unternehmen, in allen Sendern der Gruppe, einschließlich RTL, Vox, n-tv und dem Streamingdienst RTL+, Arbeitsplätze abzubauen. Die Geschäftsführer des Medienunternehmens führen die drastischen Maßnahmen auf einen schwachen Werbemarkt und verstärkten Konkurrenzdruck durch Streamingdienste wie Netflix zurück.
RTL Deutschland, das rund 7.500 Mitarbeiter beschäftigt, könnte mit dem geplanten Abbau von bis zu 1.000 Stellen fast jede siebte Stelle streichen. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, mehrere Teilbetriebe einzustellen, was zu betriebsbedingten Kündigungen führen wird. Eine Sprecherin von RTL äußerte sich bisher nicht zu den bisherigen Spekulationen.
Unternehmensreaktionen und Zeitplan
Die Geschäftsleitung hat offenbar mit dem Betriebsrat einen Sozialplan ausgehandelt. Gerüchte über den Stellenabbau sollen am Dienstagmorgen den betroffenen Mitarbeitern bekanntgegeben werden. Am Montagabend werden hochrangige Führungskräfte bereits über die Details informiert, bevor die gesamte Belegschaft eine offizielle Stellungnahme erhält.
Ein Sprecher der RTL-Geschäftsführung will die Pläne jedoch bislang nicht bestätigen, wie auch WDR berichtet. Die Entscheidung beleuchtet die Herausforderungen, mit denen die gesamte Medienbranche konfrontiert ist. Die rückläufige Nutzung von Fernsehinhalten und die sinkenden Werbeerlöse sind zusätzliche Belastungen für Unternehmen in diesem Sektor.
Branchensituation und weitere Entwicklungen
Die Probleme sind nicht auf RTL beschränkt. Die allgemeine Medienbranche sieht sich einem fortdauernden Abbau von Stellen gegenüber. In diesem Jahr wurden bereits mehrere Hundert Arbeitsplätze gestrichen, was auf abwandernde Werbeerlöse, eine langsame Entwicklung der Zahlungsbereitschaft im Internet und den Einfluss von künstlicher Intelligenz zurückgeführt wird. sn.at hebt hervor, dass auch andere Medien wie die „Kleine Zeitung“ und Red Bull Media House ähnliche Maßnahmen ergreifen mussten.
Medienminister Andreas Babler hat Besorgnis über die Entwicklung geäußert und plant Maßnahmen zur Unterstützung der Branche. Gerade die abnehmenden Werbeeinnahmen haben dazu geführt, dass Inserate der öffentlichen Hand in der Vergangenheit nur bei konkretem Informationsbedarf geschaltet werden dürfen, was die Situation weiter verschärft.
In der Vergangenheit hat sich die Anzahl der Journalistinnen und Journalisten in Österreich drastisch verringert. Von 7.100 im Jahr 2007 sind es heute schätzungsweise weniger als 5.000, was einen Verlust von über 2.000 Arbeitsplätzen innerhalb von zwei Jahrzehnten bedeutet. Die Industrie sieht sich daher einer kritischen Lage gegenüber, und Initiativen zur Förderung der Medienkompetenz junger Menschen stehen auf der Agenda.