Revolution im Rettungsdienst: KI sichert schnellere Hilfe in Tunneln!
Klagenfurter HTL entwickelt KI für schnellere Rettungseinsätze in Tunneln. Verkehrssicherheitspreis für innovative Lösung.

Revolution im Rettungsdienst: KI sichert schnellere Hilfe in Tunneln!
Ein innovatives Projekt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Österreich wurde kürzlich ausgezeichnet: Das Projekt „LiveSaferOverview“, das von Schülerinnen der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt in Zusammenarbeit mit der ASFINAG entwickelt wurde, erhielt den Verkehrssicherheitspreis in der Kategorie „Mittelschulen und Höhere Schulen“. Die Idee hinter diesem Projekt entstand aus den persönlichen Erfahrungen einer Schülerin, die als Rettungssanitäterin arbeitet. Das Problem in Rettungseinsätzen ist oft, dass die Überwachungszentrale nicht alle Kameras bedienen und individuelle Anweisungen an jedes Einsatzfahrzeug weitergeben kann.
Das KI-System wurde mit rund 80.000 Bildern von Einsatzfahrzeugen trainiert. Dank dieser Entwicklung kann das System Fahrzeuge erkennen und deren Position im Tunnel in Echtzeit bestimmen. Die Daten werden dann auf eine Webplattform übertragen, die Einsatzleitern einen umfassenden Überblick über die Positionen von Feuerwehren und Rettungsfahrzeugen bietet. Dies ermöglicht eine schnellere Ankunft der Retter am Einsatzort und verkürzt die Einsatzzeiten, was potenziell lebensrettend sein kann.
Effizienzsteigerung durch KI
Das KI-System ist universell einsetzbar: Einmal trainiert, kann es in jedem Tunnel und mit jeder vorhandenen Kamera betrieben werden. Diese nachhaltige Umsetzung erfordert keine neue Hardware und nutzt stattdessen die bereits vorhandenen Kameras effizient. Hannes Zausnig, Abteilungsleiter der ASFINAG, hebt die zahlreichen Innovationen und die bestehenden Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen hervor, die zur Realisierung dieses Projekts beigetragen haben.
Das System wurde erfolgreich im Testtunnel Trettnig auf der A 2 Südautobahn umgesetzt. Durch die KI-gestützte Objekterkennung werden Herausforderungen in der Tunnelüberwachung adressiert, und die Einsatzleiter erhalten eine schnelle Übersicht über die Positionen und benötigte Unterstützung, was die Koordination der Rettungskräfte maßgeblich verbessert. Diese Entwicklung ist nicht nur eine technische Errungenschaft, sondern auch ein Ausdruck des Engagements der Schülerinnen, das aus einer realen Herausforderung im Bereich Rettungsdienste entstanden ist.
Zukunftsausblicke
Die Implementierung von KI-Technologien wird zunehmend auch in anderen Bereichen der Notfallhilfe apparent. Beispielsweise plant die Verwaltung, ein KI-gestütztes System in der Leitstelle einzuführen, um die Verteilung von Rettungswagen und Notarztfahrzeugen zu optimieren. Auch hier bleibt die menschliche Entscheidung entscheidend, während die KI Empfehlungen gibt. In den Niederlanden wird ein ähnliches System bereits erfolgreich eingesetzt, während Deutschland Teil eines laufenden Pilotprojekts ist, um die Software weiterzuentwickeln und an lokale Gegebenheiten anzupassen.
Die Entwicklungen im Bereich der KI-gestützten Rettungsdienste, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, zeigen das Potenzial dieser Technologie, Menschenleben zu retten und die Effizienz der Rettungsketten weiter zu steigern.