Reichenbach kämpft: Vierkirchen bleibt in der Verwaltungsgemeinschaft!
Reichenbach lehnt Vierkirchens Austritt aus der Verwaltungsgemeinschaft ab, um negative Folgen für die Region zu vermeiden.
Reichenbach kämpft: Vierkirchen bleibt in der Verwaltungsgemeinschaft!
Reichenbach. In einem spannende Wendung hat der Reichenbacher Stadtrat entschieden: Keinen Austritt der Gemeinde Vierkirchen aus der Verwaltungsgemeinschaft! Nach 33 Jahren trugen die Pläne von Vierkirchen, sich dem Verwaltungsverband Diehsa anzuschließen und damit eine „Gemeindeehe“ mit Waldhufen einzugehen, nicht den gewünschten Erfolg. Die Entscheidung fiel klar und eindeutig.
Im Sommer unterstützten die Bürger von Vierkirchen und Waldhufen in einer Abstimmung die Idee der Gemeindehochzeit. Doch der entscheidende Punkt, welchem Verwaltungsverband sie beitreten wollten, war dabei nicht zur Debatte. In der Verwaltungsgemeinschaft gilt es, essentielle Dienstleistungen wie das Einwohnermeldeamt und die medizinische Versorgung zu sichern. Das Reichenbacher Rathaus ist bisher eine wichtige Anlaufstelle für den Bürger, und ein Ausstieg Vierkirchens könnte katastrophale Folgen haben.
Politische Spannungen und Dynamiken
Die Entscheidung könnte Reichenbach erheblich belasten. Ein Weggang von Vierkirchen würde die Bevölkerung der Verwaltungsgemeinschaft von 7.600 auf schockierende 6.000 Einwohner reduzieren! Vor allem die lokale Infrastruktur stünde auf dem Spiel: Schulen, Kitas und Verkehrsverbindungen hängen von der stabilen Einwohnerzahl ab. Auch Königshain positionierte sich klar gegen die Abspaltung. Die Sorgen der lokalen Politiker sind mehr als gerechtfertigt.
Doch das ist noch nicht alles! Die politische Zukunft von Waldhufen wird jetzt ungewisser denn je. Bürgermeister Horst Brückner, der schon Anfang 2024 sein Amt nach 34 Jahren niederlegen will, hat mit seinem Doppelbürgermeister-Dasein zwischen Vierkirchen und Waldhufen für Aufsehen gesorgt, bevor der Freistaat diesem Konstrukt einen Riegel vorschob. Andrea Weise, die seit dem Rückzug Brückners das Sagen in Vierkirchen hat, bleibt eine Schlüsselfigur in den kommenden Entwicklungen. Die Bewohner setzen großes Vertrauen in ihre Führung, auch wenn die Zukunft ungewiss ist.