Neues Wohnprojekt in Amstetten: 22 Wohnungen für mehr Selbstständigkeit!

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Neues Wohnprojekt in Amstetten: 22 barrierefreie Wohnungen für junge Menschen mit Behinderungen fördern Selbstständigkeit und Autonomie.

Neues Wohnprojekt in Amstetten: 22 barrierefreie Wohnungen für junge Menschen mit Behinderungen fördern Selbstständigkeit und Autonomie.
Neues Wohnprojekt in Amstetten: 22 barrierefreie Wohnungen für junge Menschen mit Behinderungen fördern Selbstständigkeit und Autonomie.

Neues Wohnprojekt in Amstetten: 22 Wohnungen für mehr Selbstständigkeit!

In Amstetten, Niederösterreich, wird ein neues Wohnprojekt geschaffen, das auf die Bedürfnisse junger Menschen mit Körper- und Sekundarbehinderungen zugeschnitten ist. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) stellte das ASSIST-Wohnprojekt I.LIVING vor, das 22 Wohnungen umfasst. Ziel des Projekts ist es, die Selbstständigkeit und Autonomie der Bewohner zu fördern und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Der Bedarf an solchen Einrichtungen ist laut 5min.at gestiegen, da in Niederösterreich derzeit rund 5.880 Menschen mit Behinderung in institutionellen Rahmen betreut werden.

Das umfassende Projekt hat Gesamtkosten von 4,2 Millionen Euro. Die Finanzierung setzt sich aus einem Betrag von 1,78 Millionen Euro aus dem Land Niederösterreich und einer EU-Förderung von rund 600.000 Euro für die Sanierung zusammen. ots.at hebt hervor, dass die ASSIST gemeinnützige GmbH, die das Projekt betreut, derzeit 436 Menschen unterstützt und seit 2015 eine Tagesstätte in der Nähe betreibt.

Sanierung und Nachhaltigkeit

Das neue Wohnprojekt wird in einem ehemaligen Physikalischen Zentrum errichtet, das sich 950 Meter von der bestehenden Tagesstätte befindet. Nur die Außenfassade des alten Gebäudes bleibt erhalten, während das Innere umfassend saniert wird. Diese Sanierung erfolgt mit Berücksichtigung von Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten, mit dem Ziel, jährlich 220 Tonnen CO2 einzusparen.

Die Bedeutung eines sicheren und selbstbestimmten Wohnens wird auch von Christiane Scheiblauer, einer Vertreterin des Vereins Chancengleichheit, betont. Ihrer Meinung nach sollte die Teilhabe am öffentlichen Leben als Grundrecht für alle angesehen werden. Dies steht im Einklang mit dem Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der UN, das das Recht auf selbstbestimmtes Wohnen für Menschen mit Behinderung verankert, wie bpb.de berichtet.

Der Kontext der Wohnsituation

In Deutschland leben 54 % der Menschen mit Behinderungen nicht in speziellen Wohnformen, was den Trend zu mehr Selbstbestimmung unterstreicht. Dennoch zeigt die Ambulantisierungsquote, dass der Wohnungsmarkt überlastet ist. Aktuell fehlen dort 700.000 Wohnungen, was die Lage für Menschen mit Behinderungen zusätzlich erschwert. Der Gesetzgeber schränkt jedoch das Wunsch- und Wahlrecht der Menschen mit Behinderung ein, was die Umsetzung von selbstbestimmtem Wohnen verkompliziert.

Das Amstettner Projekt I.LIVING steht somit exemplarisch für die Bemühungen, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und ihren Zugang zu selbstbestimmtem Wohnen zu erleichtern. Die Schaffung dieser barrierefreien Wohnungen in der Nähe von Unterstützungseinrichtungen könnte als Modell für ähnliche Initiativen in anderen Regionen dienen.