Kölner Kitas in der Krise: 300 Stellen unbesetzt, Betreuung gefährdet!
Köln kämpft gegen den Personalmangel in Kitas mit Übernahmegarantien und einer Imagekampagne für Erzieher. 300 Stellen sind unbesetzt.
Kölner Kitas in der Krise: 300 Stellen unbesetzt, Betreuung gefährdet!
In Köln herrscht Alarmstimmung! Der Kita-Report 2023 offenbart ein erschütterndes Bild von der katastrophalen Betreuungssituation in den städtischen Kindertagesstätten. Mit 300 unbesetzten Stellen und 80 langfristig erkrankten Mitarbeitern zeigt sich die dramatische Personalnot. Die Stadt betreut 212 von 700 Kitas und steht vor enormen Herausforderungen: In 70 dieser Einrichtungen wurden die Betreuungszeiten auf bescheidene 35 Wochenstunden reduziert, was unausweichlich zu einem großen Stressfaktor für berufstätige Eltern führt, die auf angemessene Betreuung angewiesen sind.
Ein System am Limit
Tobias Käufer, Leiter der Abteilung Tageseinrichtungen für Kinder, warnt vor einem „recht fragilen System“. Kurzfristige Krankmeldungen sorgen für Chaos in der Tagesplanung und setzen die betroffenen Familien unter Druck. Das Fehlen der sogenannten „Springer“ – die Fachkräfte, die flexibel zwischen den Kitas einspringen können – macht die Situation noch prekärer. Ein ständiger Personalwechsel ist für die Kinder nicht zumutbar und verschärft die ohnehin angespannte Lage.
Anwerbung von Fachkräften im Fokus
Die Stadt Köln setzt auf eine Offensive zur Anwerbung von Fachkräften! Nachdem die Zahl der Auszubildenden seit 2021 um 45 Prozent auf derzeit 254 gestiegen ist, sollen sie helfen, den Personalmangel zu verringern. Mit Übernahmegarantien, Tarifbezahlung des öffentlichen Dienstes und attraktiven Weiterbildungsangeboten hofft man, die jungen Leute für den Beruf zu begeistern. Doch die Herausforderungen sind groß: Bis 2030 wird geschätzt, dass 25 Prozent der Erzieher in den Ruhestand gehen. Die Verantwortlichen sehen daher nicht nur den Bedarf an Personal, sondern auch an grundlegenden gesetzlichen Änderungen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern.