Kirchenkrise: Evangelische Kirche ringt um Relevanz und Diversität!

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Die EKD Synode diskutiert über Migration und innere Herausforderungen, trotz finanzieller Probleme und Mitgliederschwund.

Kirchenkrise: Evangelische Kirche ringt um Relevanz und Diversität!

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) steht unter Druck! Finanzielle Probleme, sinkende Mitgliederzahlen – und dennoch setzt die EKD auf altbekannte Forderungen. Im Fokus der aktuellen Synode in Würzburg: eine herzliche Migrationspolitik, trotz drohender „Überforderungen“. Die Predigerin Kirsten Fehrs weiß um die Bedeutung der Kirche: „Wie sähe unsere Gesellschaft ohne Nächstenliebe und Trost aus?“ Doch die Kirche wird kleiner, ärmer und kämpft mit Strukturproblemen.

Egal! Der große Knall: Während die EKD mit abnehmender Relevanz kämpft, dröhnt Fehrs gegen „Abschreckung und Abschiebung“ bei der Migration. Mit Schlagwörtern wie „mehr Grenzkontrollen und Rückführungen“ sind hitzige Debatten entfacht. Aber spätestens, als die Synoden-Vorsitzende Anna-Nicole Heinrich den Mut der Kirche lobt, „gegen die knappen Ressourcen anzugehen und für Empathie einzustehen“, wird klar – die Kirche will Haltung zeigen. Diese Synode ist politisch brisant und emotional aufgeladen, der Aufschrei ist geziert. Getrieben von Skandalen und Gremienfragen zeigt sich die evangelische Kirche von einer kämpferischen Seite.

Mangelnde Diversität und die Problematik der Vergangenheit

Ein Brennpunkt: die fehlende Diversität. „Als ob Jesus aus Niedersachsen kam“, fauchte die Theologin Sarah Vecera und kritisierte die „weiß-männlich-europäische Theologie“. Auch Bischof Ralf Meister räumt ein: In deutschen Gemeinden fehlen Migranten in Führungsrollen. Während andere Länder mit Vielfalt strahlen, bleibt es in Deutschland bei hohen Mauern der Traditionen. Und es wird noch brisanter: Die Nachwahl zum EKD-Rat zeigt erneut, wie tief die Strukturen verwurzelt sind – alle Kandidaten „weiß“. Die lutherische Theologin Claudia Jahnel fordert mehr Beteiligung von Menschen dunklerer Hautfarbe. Aber vielerorts bleibt es bei Worten.

Hinzu kommen düstere Schatten der Vergangenheit: Die bisherige Ratsvorsitzende Annette Kurschus trat aufgrund unzureichender Aufarbeitung von sexuellen Übergriffen zurück. Ein Jahr lang war Fehrs kommissarische Vorsitzende und beschäftigt sich nun mit der Aufarbeitung – „Wir haben alle Fehler gemacht“, sagt sie ehrlich. Bis Mittwoch wird die Synode, geprägt von entschlossenem Wandel und ernster Einkehr, über neue Schritte im Missbrauchsskandal beraten. Ein Schritt zurück und zwei nach vorne in einer Kirche, die dringend neue Wege finden muss.