Hünxe in Aufruhr: Gewerbehalle lichterloh in Flammen!
Freiwillige Feuerwehr Hünxe löste umfangreichen Einsatz bei Vollbrand einer Gewerbehalle aus. Gefahr gebannt, keine Verletzten.
Hünxe in Aufruhr: Gewerbehalle lichterloh in Flammen!
In der Nacht zum Samstag, gegen 00:59 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Hünxe zu einem dramatischen Einsatz am Hunsdorfer Weg alarmiert. Das Einsatzleitbild war „Brand 4 – Gewerbebrand“ und schon auf der Anfahrt war das Leuchten des Feuers sichtbar. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand eine Gewerbehall bereits lichterloh in Flammen.
Aufgrund der extremen Intensität des Feuers wurde sofort eine Riegelstellung zum angrenzenden Chemikalienlager eingerichtet. Diese tat ihren Dienst: Die stabil gebaute Brandwand hielt dem Druck stand und verhinderte eine Ausbreitung. Im linken Hallenteil, wo etwa 600 Tonnen Düngemittel gelagert waren, wurde ebenfalls schnell reagiert, um eine Katastrophe zu verhindern. Leider stürzte der mittlere Hallenteil ein und brannte vollständig aus. Die enorme Hitze brach auch auf die Rückseite des Gebäudes durch und drohte, auf eine nahe Böschung überzugreifen.
Effiziente Löschtaktiken
Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, wurden sofort vier Tanklöschfahrzeuge aus dem Kreis Wesel angefordert. Diese Fahrzeuge betrieben im Pendelverkehr einen Wasserwerfer, der im Zentrum des Brandes zum Einsatz kam. Im Laufe des Einsatzes wurden zusätzlich drei weitere Tanklöschfahrzeuge hinzubeordert. Die ersten Wasserentnahmestellen befanden sich am Fasanenweg, später wurde zur Feuerwache an der Alten Marienthaler Straße gewechselt.
Parallel dazu wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA über die Gefahren von Rauchgasen und mögliche Geruchsbelästigungen informiert. Um 19 Uhr konnte schließlich Entwarnung gegeben werden, nachdem keine schädlichen Luftwerte durch Messungen in umliegenden Wohngebieten festgestellt wurden. Es war kein unmittelbares Risiko für die Anwohner geboten, und mit einem Rettungswagen war zur Sicherheit immer ein Sanitäter vor Ort, der glücklicherweise nicht eingreifen musste.
Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden und erforderten auch das Technische Hilfswerk, Vor allem um die eingestürzte Dachkonstruktion abzutragen und hochriskante Glutnester zu beseitigen. Verschiedene Maschinen, darunter ein Mobilbagger und ein Kettenbagger, waren im Einsatz, um die Situation zu stabilisieren, und sogar die Brandwand musste teilweise eingerissen werden, um weiteren Gefahren vorzubeugen.
Zusammenarbeit von Organisationen
Die Brandbekämpfung wurde zunächst durch einen Teleskopmast unterstützt, der später durch eine Drehleiter abgelöst wurde. Um die Löschergebnisse zu optimieren, kam ab dem Nachmittag auch Schaummittel zum Einsatz. Um 21 Uhr war die Dachkonstruktion schließlich vollständig abgetragen, und die gesamte Brandstelle konnte mit Schaum eingedeckt werden. Für die Entsorgung des Löschwassers wurde ein externes Unternehmen beauftragt.
Gegen 22:30 Uhr konnte schließlich “Feuer aus” gemeldet werden. Die gesamte Einsatzdauer belief sich auf circa 22 Stunden – eine beachtliche Anstrengung, die nur durch die sorgfältige Planung und Koordination aller beteiligten Kräfte möglich war. Die Danksagungen gingen nicht nur an die Einsatzkräfte, sondern auch an das Deutsche Rote Kreuz, das sich um die Verpflegung kümmerte.
Besonders hervorzuheben ist die reibungslose Zusammenarbeit von zahlreichen Organisationen. An dem Einsatz waren neben der Feuerwehr Hünxe unter anderem die Feuerwehren aus Dinslaken, Wesel, Schermbeck und Voerde beteiligt, ebenso wie mehrere THW-Einheiten, die Polizei und verschiedene Entsorgungsunternehmen. Diese Koordination war entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen.
Das gesamte Team konnte auf die Unterstützung der örtlichen Bürger zählen, die trotz der Verkehrsbehinderungen durch die Sperrung des Hunsdorfer Weges Verständnis zeigten und viele Hilfsangebote unterbreiteten. Ein herzlicher Dank geht an alle, die zum Gelingen des Einsatzes beitrugen, besonders auch an die jeweiligen Organisationen für ihre professionelle und unkomplizierte Art. Weitere Informationen zu den glücklicherweise positiven Entwicklungen des Einsatzes finden sich in einem ausführlichen Bericht auf www.presseportal.de.