Finanzministerium erwägt Grundsteuererhöhung – Was bedeutet das für uns?

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Das Finanzministerium zeigt Offenheit für eine Grundsteuererhöhung, während sich die ÖVP gegen eine Anhebung stemmt.

Das Finanzministerium zeigt Offenheit für eine Grundsteuererhöhung, während sich die ÖVP gegen eine Anhebung stemmt.
Das Finanzministerium zeigt Offenheit für eine Grundsteuererhöhung, während sich die ÖVP gegen eine Anhebung stemmt.

Finanzministerium erwägt Grundsteuererhöhung – Was bedeutet das für uns?

Am 22. November 2025 zeigt sich das österreichische Finanzministerium offen für die Diskussion über eine Erhöhung der Grundsteuer. Dies könnte geschehen, wenn eine Einigung zwischen Gemeinden und Ländern erzielt wird. In einem Bericht von Dolomitenstadt wird erwähnt, dass Finanzminister Markus Marterbauer von der SPÖ Sympathien für eine Anhebung der Grundsteuer hat, diese jedoch relativiert wurde. Das Ministerium legt Wert darauf, dass es sich nicht um eine offizielle Forderung handelt und dass das Statement nicht direkt von Marterbauer stammt.

Die Gemeinden fordern seit längerem eine Anhebung der Grundsteuer, da diese eine wesentliche Einnahmequelle darstellt. Die Immobilien-Einheitswerte, die der Berechnung der Grundsteuer zugrunde liegen, wurden seit Jahrzehnten nicht angepasst. Um die Einheitswerte anzuheben, ist jedoch zunächst eine Einigung zwischen den Bundesländern notwendig. Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl von der ÖVP zeigt sich zurückhaltend, während Staatssekretär Josef Schellhorn von den NEOS betont, dass das Problem nicht in den Einnahmen, sondern in den Ausgaben liege.

Widerstand der ÖVP

Trotz der offenen Haltung des Finanzministeriums gibt es in der ÖVP starken Widerstand gegen eine Erhöhung der Grundsteuer. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und die Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, beide von der ÖVP, sprechen sich klar gegen eine Erhöhung aus. Auch ÖVP-Staatssekretär Alexander Pröll hat in der Vergangenheit eine Erhöhung ausgeschlossen. Diese vielen Stimmen der Opposition könnten es schwierig machen, eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Im Kontext einer möglichen Reform sollten auch die neuen Entwicklungen in Deutschland berücksichtigt werden. Ab 2025 tritt dort eine reformierte Grundsteuer in Kraft, die auf einem modifizierten Bodenwertmodell beruht. Diese Änderung könnte als Modell für eine Anpassung in Österreich dienen. In Deutschland, wie von Momentum Institut berichtet, wird die Bewertung für die Grundsteuer B nicht mehr auf den Gebäude- sondern auf den Bodenwert ausgerichtet. Der Grundsteuerwert wird dabei aus der Multiplikation von Grundstücksfläche und Bodenrichtwert ermittelt. Dies könnte eine entscheidende Wende in der Diskussion über die Grundsteuer darstellen.

Finanzielle Implikationen

Die Implementierung eines neuen Modells könnte für die Gemeinden signifikante Einnahmen generieren. Laut dem Momentum Institut sind durch eine moderne Grundsteuer Anhebungen von bis zu 27 Milliarden Euro denkbar. Angesichts der declining Einnahmen aus verschiedenen Quellen könnte eine Reform der Grundsteuer für die Gemeinden ein unverzichtbarer Schritt sein, um finanzielle Spielräume zu schaffen.

Abschließend bleibt festzustellen, dass die Diskussion um die Grundsteuer in Österreich spannende und zukunftsweisende Entwicklungen birgt. Ob der Widerstand der ÖVP zu einer Blockade führt oder ob eine Einigung möglich ist, bleibt abzuwarten. Hierzu sind die Ansätze sowohl aus dem Inland als auch von den Reformen in Deutschland von Interesse, die möglicherweise als Blaupause für einen neuen Kurs in der Grundsteuerpolitik dienen könnten. Für detaillierte Informationen zu den rechtlichen und datenschutzrelevanten Aspekten im Rahmen der Reformen, können Nutzer die Informationen auf grundsteuerreform.de einsehen.