Deutschland überweist 525 Millionen Euro Kindergeld ins Ausland – Warum?
Deutschland überweist jährlich über 500 Millionen Euro Kindergeld ins Ausland. Welche Gründe und Länder sind betroffen?
Deutschland überweist 525 Millionen Euro Kindergeld ins Ausland – Warum?
Über 500 Millionen Euro Kindergeld fließen jährlich aus Deutschland auf ausländische Konten! Ein echter Geldregen, der vor allem nach Polen strömt. Im Jahr 2023 wurden unglaubliche 525,7 Millionen Euro ins Ausland überwiesen, ein gewaltiger Anstieg von 35,8 Millionen Euro im Jahr 2013. Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt diese Zahlen und zeigt, dass auch im laufenden Jahr 2024 bereits fast 384 Millionen Euro auf Konten im Ausland geflossen sind – allein im September waren es 40,41 Millionen Euro!
Die Mehrheit der Empfänger leben in der EU
Fast 300.000 Kinder im Ausland erhalten deutsches Kindergeld, die meisten von ihnen leben in der Europäischen Union. Im September 2024 wurden nur noch 299.932 Kinder gezählt, ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Besonders auffällig: Rund 40 Prozent des gesamten Kindergeldes, das ins Ausland überwiesen wird, fließt nach Polen – ganze 111 Millionen Euro! Rumänien folgt mit 27 Millionen Euro für 31.199 Kinder. Was treibt diese Zahl an? Viele Eltern leben in Deutschland und arbeiten hier, während ihre Kinder im Ausland wohnen.
Wer hat Anspruch auf Kindergeld?
Der Anspruch auf Kindergeld ist klar geregelt: Auch Nicht-Deutsche können unter bestimmten Bedingungen Kindergeld erhalten, wenn sie in Deutschland steuerpflichtig sind. Ob EU-Bürger oder aus einem EWR-Staat, selbst mit einer Aufenthaltserlaubnis kann man Anspruch geltend machen. CDU-Politikerin Antje Tillmann erklärt, dass es verschiedene Gründe gibt, warum Eltern im Ausland lebender Kinder Kindergeld beziehen – sei es für kurzfristige Aufenthalte oder dauerhaft im Ausland lebende Kinder mit einem in Deutschland arbeitenden Elternteil.