Breitbandausbau in Treffen und Weißenstein: Stagnation trotz Anträgen!
Kelag berichtet über stagnierenden Breitbandausbau in Treffen und Weißenstein. Wichtige Entscheidungen bis Ende 2025 erwartet.

Breitbandausbau in Treffen und Weißenstein: Stagnation trotz Anträgen!
In einer Gemeinderatssitzung am 13. November 2025 berichteten Vertreter der Kelag über den aktuellen Stand des Breitbandausbaus in den Gemeinden Treffen und Weißenstein. Bürgermeister Klaus Glanznig äußerte den Wunsch, „Nägel mit Köpfen“ zu machen, um den dringend benötigten Ausbau voranzutreiben. Allerdings sind die Verhältnisse in den beiden Gemeinden sehr unterschiedlich. Während die dichter besiedelten Gebiete in Treffen leichter erschlossen werden können, stellt der streuende Charakter der Ortschaften in Weißenstein eine größere Herausforderung dar.
Beide Bürgermeister machten deutlich, dass die Finanzierung des Ausbaus ohne Förderungen des Bundes nicht möglich sei. Trotz Anträgen von Land und Gemeinden liegen bisher keine positiven Förderzusagen vor. Die Kelag hat zwar die Kapazität, bis zu 70 Prozent des Ausbaus zu stemmen, jedoch werden zusätzliche Bundesmittel benötigt, um die Projekte vollständig realisieren zu können.
Herausforderungen im Breitbandausbau
Bürgermeister Harald Haberle aus Weißenstein unterstrich, dass es aufgrund der technischen Gegebenheiten derzeit nicht möglich ist, viele Haushalte anzuschließen. Die Kelag geht zudem davon aus, dass aufgrund der angespannten Lage auf nationaler Ebene in diesem Jahr keine weiteren Förderungen zu erwarten sind. Treffen und Weißenstein hoffen daher auf eine endgültige Entscheidung des Ministeriums bis Ende 2025, bevor sie mit der Planung für das Jahr 2026 beginnen können. Technische Projektvarianten liegen bereits vor, doch die Umsetzung hängt von baldigen Förderzusagen ab.
Auf Bundesebene verfolgt Deutschland das Ziel, gleichwertige Lebensverhältnisse durch den flächendeckenden Ausbau von Glasfaser zu schaffen. In diesem Zusammenhang läuft die Gigabitförderung 2.0, die darauf abzielt, Glasfaser in jedes Haus zu bringen. Diese Förderung richtet sich an Gebiete, in denen der wirtschaftliche Ausbau durch private Telekommunikationsunternehmen nicht möglich ist. Anträge können von Kommunen und anderen Gebietskörperschaften gestellt werden, die die notwendige Infrastruktur für den Ausbau schaffen möchten, wie es auch in den Fällen von Treffen und Weißenstein der Fall ist.
Bundesweite Förderprogramme
Die Finanzierung über Bundesprogramme spielt eine entscheidende Rolle, denn im Bundeshaushalt 2024 stehen insgesamt 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung zur Verfügung. Diese Fördermittel zielen unter anderem darauf ab, die Innenstädte zu stärken und sozial benachteiligte Quartiere aufzuwerten. Seit 2020 sind auch Klimaschutzmaßnahmen eine Fördervoraussetzung, was die Wichtigkeit des Umweltaspekts im Bau- und Ausbaubereich unterstreicht. Die Städtebauförderung ist Teil eines umfassenden Fördersystems, das strukturschwache Regionen unterstützen soll.
Die Lage in Treffen und Weißenstein verdeutlicht die Herausforderungen und auch die Möglichkeiten, die sich aus den unterschiedlichen Gegebenheiten ergeben. Während Bürgermeister Glanznig und Haberle sich für die zukunftsfähige Vernetzung ihrer Gemeinden einsetzen, warten sie auf die nötigen finanziellen Mittel, um ihren Bürgern einen zeitgemäßen Internetzugang zu ermöglichen. Die Techniken stehen bereit, nun fehlt nur noch die politische Unterstützung.