Bezos verteidigt umstrittenen Verzicht der Washington Post auf Wahlempfehlung

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Jeff Bezos verteidigt den Verzicht der Washington Post auf Wahlempfehlungen, begründet dies mit gesunkenem Medienvertrauen.

Bezos verteidigt umstrittenen Verzicht der Washington Post auf Wahlempfehlung

Washington – Amazon-Chef Jeff Bezos hat den umstrittenen Schritt der «Washington Post» verteidigt, vor der anstehenden Präsidentschaftswahl auf eine Wahlempfehlung zu verzichten. In einem aktuellen Meinungsbeitrag erklärte der Multimilliardär, dass der Rückgang des Vertrauens der amerikanischen Öffentlichkeit in die Medien diese Entscheidung geprägt habe. Der Schock für die Zeitung: Nach Bekanntwerden der Entscheidung kündigten über 200.000 Leser ihre Abonnements!

Bezos betont, es gehe ihm nicht um persönliche Interessen. Vielmehr sieht er das Problem in der weit verbreiteten Wahrnehmung, dass Medien parteiisch sind. „Wer mit der Realität kämpft, verliert“, stellte er klar. Die Entscheidung, auf Wahlempfehlungen für die Demokratische Kandidatin Kamala Harris und den Republikaner Donald Trump zu verzichten, wurde als „mangelhafte Planung“ bezeichnet. Innerhalb der Redaktion brodelt es – Berichten zufolge war bereits eine Empfehlung für Harris verfasst, musste aber unterdrückt werden.

Konsequenzen für Bezos‘ Imperium?

Die Bedenken sind nicht unbegründet. Bezos, der mittlerweile nicht mehr selbst an der Spitze von Amazon steht, hat auf die Aktienwerte des Online-Giganten angewiesen. Zudem könnte eine potentielle Trump-Regierung seinen Unternehmen erheblichen Schaden zufügen. Kritiker werfen ihm vor, den Verzicht auf eine Wahlempfehlung aus Angst vor finanziellen Nachteilen angeordnet zu haben. Die Situation eskaliert, als der Chef von Bezos‘ Weltraumfirma Blue Origin kurz nach der Entscheidung ein Treffen mit Trump hatte – ein Zeichen, das Brennstoff ins Feuer der Kritik gießt!

Die «Washington Post», bekannt für ihre Rolle beim Aufdecken des Watergate-Skandals in den 70er Jahren, hat in der Vergangenheit demokratische Kandidaten unterstützt. Jetzt steht sie am Wendepunkt und sorgt mit ihrem Verzicht auf Wahlempfehlungen für Aufregung und Unsicherheit bei zukünftigen Wahlen.