Selenskyj und Trump: Historiсhes Treffen für Frieden in der Ukraine
Treffen von Selenskyj und Trump am 29.12.2025 über Friedensplan, Sicherheitsgarantien und Fortschritte im Ukraine-Konflikt.

Selenskyj und Trump: Historiсhes Treffen für Frieden in der Ukraine
Am Sonntag trafen sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der US-Präsident Donald Trump, um detaillierte Gespräche über den Friedensplan zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine zu führen. Nach mehr als drei Stunden des Austauschs erklärte Trump das Treffen als „großartig“, wies jedoch darauf hin, dass eine endgültige Einigung noch „verfrüht“ sei. Trump schätzte den Fortschritt bei den Verhandlungen auf etwa 95 Prozent und betonte, dass die Sicherheitsgarantien für die Ukraine „fest verankert“ seien. Selenskyj bezeichnete die Fortschritte als „Meilenstein“ und bedankte sich bei Trump sowie seinem Team für die Unterstützung.
Während der Gespräche thematisierte Selenskyj die anhaltende Herausforderung im Donbass, einem Gebiet, das weiterhin als „hartes Thema“ gilt. Er erklärte, dass er den Willen des ukrainischen Volkes respektieren müsse. Trump hatte vor diesem Treffen bereits ein produktives Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt. Putin stimmte dem US-Vorschlag zu, gemeinsame Arbeitsgruppen zu den Themen Sicherheit und Wirtschaft zu bilden, nachdem Russland zuvor mit einer Fortsetzung des Krieges gedroht hatte.
Friedensplan und Sicherheitsgarantien
Selenskyj äußerte sich bereits am 24. Dezember 2025 zum Fortschritt bei dem Friedensplan, der die Beendigung des russischen Angriffskriegs zum Ziel hat. Nach Informationen von Tagesschau.de haben die Ukraine und die USA zentrale Punkte des 20-Punkte-Plans vereinbart. Der Plan befindet sich aktuell in der Prüfung durch Moskau. Ein wesentlicher Aspekt sind Sicherheitsgarantien für die Ukraine, die ähnlich wie der Artikel 5 des NATO-Vertrags gestaltet werden sollen.
Das Einfrieren der Kampfhandlungen an den gegenwärtigen Frontlinien ist ein weiterer zentraler Punkt des Plans. Parallel dazu soll die geplante Stärke der ukrainischen Armee 800.000 Soldaten betragen. Darüber hinaus wird betont, dass die Souveränität der Ukraine gewahrt bleiben muss, und es wird von Russland eine gesetzliche Nichtangriffspolitik gefordert. Die Schaffung entmilitarisierter Zonen in umkämpften Gebieten ist ebenfalls vorgesehen, während internationale Truppen die Einhaltung des Friedensplans überwachen sollen.
Reaktionen und Ausblick
Die Gespräche in Berlin am 14. und 15. Dezember 2025 legten den Grundstein für diese Entwicklungen, wobei die europäischen Staats- und Regierungschefs gemeinsam mit Selenskyj und US-Vertretern über Sicherheitsgarantien diskutierten. Nach diesen Gesprächen äußerte Selenskyj, dass die USA bereit seien, entsprechende Garantien zu geben. Diese Garantien umfassen militärische, nachrichtendienstliche, logistische, wirtschaftliche und diplomatische Unterstützung, auch wenn deren Details noch unklar sind.
Die russische Reaktion auf die Vorschläge bleibt jedoch ungewiss. Der Kreml hat bereits angekündigt, dass Russland den Vorschlägen aus dem Westen keine Zustimmung erteilen wird, und es gibt Bedenken, dass der Konflikt sich weiter verschärfen könnte, ohne echte Zugeständnisse seitens Russlands. Während Putin eine vollständige Kontrolle über den Donbass anstrebt, sind die Sicherheitsgarantien der EU und der USA umstritten, und einige Experten warnen vor der Gefahr, dass diese in ein weiteres „Budapester Memorandum“ oder „Minsker Abkommen“ münden könnten.
In der aktuellen Situation forderte Selenskyj außerdem mehr Druck auf Russland von den Unterstützern der Ukraine, um die Verhandlungen voranzutreiben. Die kommenden Wochen und Monate könnten entscheidend dafür sein, ob ein dauerhafter Frieden in der Region erreicht werden kann.
Die Berichterstattung über die bevorstehenden Schritte und die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft bleibt von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Lage in der Ukraine. Viele glauben, dass die Zeit jetzt entscheidend ist, um den Weg für eine friedliche Lösung zu ebnen.
Details zu den Gesprächen und dem Frieden im Ukraine-Konflikt finden Sie bei Krone, Tagesschau und DW.