Reform-Kanzler gesucht: Wer bringt frischen Wind für Deutschlands Wirtschaft?
Die Berliner Morgenpost diskutiert in einem Leitartikel von Tobias Kisling die Suche nach einem Reformkanzler für Deutschland.
Reform-Kanzler gesucht: Wer bringt frischen Wind für Deutschlands Wirtschaft?
Berlin (ots)
In Deutschland brodelt es – und das nicht nur im politischen Taktikspiel. Die sogenannten Wirtschaftsweisen, der Sachverständigenrat der Bundesregierung, haben klare Botschaften! Mit messerscharfem Verstand analysieren diese fünf führenden Ökonomen die Missstände in der deutschen Wirtschaft, und ihre Warnungen werden routinehaft in Schubladen verbannt. Ein Skandal! Hätten Entscheidungen auf ihren aufschlussreichen Berichten basiert, stünde Deutschland nicht am Ende der Liste der großen Industrienationen, wenn es um das Wirtschaftswachstum geht. Achtung, Alarmstufe Rot: Die Zeit des Handelns ist längst überfällig!
Die Ampelkoalition hatte die Möglichkeit, das Ruder herumzureißen, doch stattdessen gab es ein Durcheinander! Während in einigen Bereichen, wie der Rente, mutig vorgegangen wurde, brodelten in anderen das Chaos und die Uneinigkeit. Subventionen seitens der SPD, eine schuldenbasierte Investitionspolitik von den Grünen und die FDP mit ihren Steuersenkungen – ein ständiges Hin und Her der Ideen und kein klarer Kurs. Wo bleibt der Überblick? Und das alles inmitten eines 60 Milliarden Euro großen Lochs im Bundeshaushalt. Ein Desaster, das die Fortschrittskoalition ins Wanken bringt!
Wer wird der Reform-Kanzler?
Die verbleibenden 100 Tage bis zur Wahl sind ein Wettlauf gegen die Zeit! Unabhängig davon, ob eine große Koalition oder eine neue Konstellation entsteht, bleibt die zentrale Frage: Wer wird der nächste Kanzler, der es wagt, tiefer gehende Reformen auf den Tisch zu legen? Der Druck steigt, und der neue Regierungschef muss bereit sein, wegweisende Entscheidungen zu treffen – von der Überarbeitung der Schuldenbremse bis hin zur Sanierung der maroden Infrastruktur. Hier ist Mut gefragt, nicht nur Lippenbekenntnisse. Es gilt, Prioritäten zu setzen und unbequeme Wahrheiten anzusprechen. Die Lage ist ernst, und Deutschland braucht dringend einen Zukunftsplan!