S8 Marchfeld: Neue Pläne trotz Ablehnung im Bauprogramm!

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Umweltorganisationen kritisieren den Ausschluss der S8 Marchfeld-Schnellstraße aus dem Asfinag-Bauprogramm und fordern alternative Verkehrslösungen.

Umweltorganisationen kritisieren den Ausschluss der S8 Marchfeld-Schnellstraße aus dem Asfinag-Bauprogramm und fordern alternative Verkehrslösungen.
Umweltorganisationen kritisieren den Ausschluss der S8 Marchfeld-Schnellstraße aus dem Asfinag-Bauprogramm und fordern alternative Verkehrslösungen.

S8 Marchfeld: Neue Pläne trotz Ablehnung im Bauprogramm!

In einer aktuellen Presseaussendung der Umweltorganisation VIRUS und der Bürgerinitiative Marchfeld wurde bekanntgegeben, dass die S8 Marchfeld-Schnellstraße nicht im neuen Bauprogramm der Asfinag enthalten ist. Wolfgang Rehm, Sprecher beider Organisationen, erklärte, dass das Projekt im Prüfverfahren durchgefallen sei und keine Genehmigung erhalten habe. Dies wurde am 15. November 2025 veröffentlicht, während sich Befürworter aus der Bezirkspolitik dennoch für eine neue Kampagne zur Förderung des Projekts starkmachen.

Rehm äußerte zudem Kritik an der Forderung nach einem Zeitplan vom neuen Bundesminister für Verkehr. Er wies darauf hin, dass unklar sei, wie die Höchstgerichte in dieser Angelegenheit entscheiden werden. Besonders im Fokus ist die Zukunft des Verkehrs in der Ostregion, die nach Rehms Meinung nicht in einer autobahnfixierten Denkweise verhaftet bleiben sollte, sondern stattdessen auf innovative Lösungen setzen sollte.

Unsichere Zukunft für Verkehrsprojekte

Die Diskussion um die S8 kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich auch der Bau des Lobautunnels als gescheitert herausgestellt hat. In diesem Zusammenhang wird spekuliert, dass der Nordteil der S1 als Sackgassenautobahn möglicherweise schneller angegangen wird, obwohl die Nachfrage nach einer nachhaltigen Verkehrsplanung zunehmend größer wird.

Im Kontext dieser Entwicklungent hat die österreichische Bundesregierung im Mobilitätsmasterplan 2030 klar formuliert, dass sie den Anteil des Umweltverbunds steigern möchte. Ein zentrales Ziel ist es, verkehrliche Maßnahmen zu vermeiden, zu verlagern und insgesamt zu verbessern, um den CO2-Ausstoß im Verkehr zu reduzieren. Laut bmimi.gv.at steht die Bekämpfung der Klimakrise im Verkehrssektor vor großen Herausforderungen. Ein Anstieg der Energieeffizienz innerhalb des CO2-Budgets soll erreicht werden, um Klimaneutralität bis 2040 zu erlangen.

Mobilität und nachhaltige Lösungen

Diese Umstellungen im Verkehrswesen sind unter den Vorzeichen eines gestiegenen Bewusstseins für die Klimakrise und der Notwendigkeit klarer Rahmenbedingungen für neue umweltfreundliche Mobilitätskonzepte zu betrachten. Auch die Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie haben das Mobilitätsverhalten massgeblich beeinflusst und eröffneten Raum für neue Ansätze.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Diskussion rund um die S8 und andere ähnliche Verkehrsprojekte nicht nur um die konkrete Umsetzung von Straßenbauvorhaben kreist, sondern tiefere Fragen hinsichtlich der zukünftigen Mobilität und der verantwortungsvollen Gestaltung von Verkehrsraum aufwirft.