30 Jahre Frauennotruf Wien: Ein unverzichtbares Hilfsnetzwerk!

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Der 24-Stunden Frauennotruf Wien feiert 30 Jahre Unterstützung für Frauen in Not. Jubiläumsbilanz zeigt Erfolge und Herausforderungen im Gewaltschutz.

Der 24-Stunden Frauennotruf Wien feiert 30 Jahre Unterstützung für Frauen in Not. Jubiläumsbilanz zeigt Erfolge und Herausforderungen im Gewaltschutz.
Der 24-Stunden Frauennotruf Wien feiert 30 Jahre Unterstützung für Frauen in Not. Jubiläumsbilanz zeigt Erfolge und Herausforderungen im Gewaltschutz.

30 Jahre Frauennotruf Wien: Ein unverzichtbares Hilfsnetzwerk!

Am 30. Dezember 2025 blickt der 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien auf 30 Jahre erfolgreicher Arbeit zurück. Dieser seit dem 31. Dezember 1995 bestehende Dienst hat in den vergangenen drei Jahrzehnten unzähligen Frauen und Mädchen Unterstützung geboten. Das Beraterinnenteam ist täglich rund um die Uhr erreichbar und hat in dieser Zeit mehr als 192.000 Beratungskontakte verzeichnet, die sich auf Telefonate, E-Mails und persönliche Beratungen verteilen.

Die Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál würdigte das Jubiläum als ein wichtiges Zeichen der Solidarität im Kampf gegen Gewalt an Frauen. Sie betont, dass die Angebote des Frauennotrufs nicht nur eine sofortige Krisenintervention leisten, sondern auch die gesellschaftliche Verantwortung bei der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt hervorheben.

Anstieg der Gewalt gegen Frauen

Die Problematik der geschlechtsspezifischen Gewalt zeigt sich nicht nur in Wien, sondern auch in Deutschland. Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) stiegen die Zahlen von frauenfeindlichen Straftaten im Jahr 2023 um 56,3% im Vergleich zum Vorjahr, und die Femizide blieben mit 360 Opfern auf einem hohen Niveau. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Notwendigkeit, Hilfsangebote weiter auszubauen und den Fokus auf Prävention zu legen.

Insbesondere Femizide sind ein drängendes gesellschaftliches Problem, das mehr Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit benötigt. In Deutschland fehlt es an einem eigenständigen Straftatbestand für Femizid, was dazu führt, dass viele Tötungen im Kontext von Trennungen als Totschlag eingestuft werden und somit zu geringeren Strafen führen.

Vielfältige Hilfsangebote

Der Wiener Frauennotruf bietet Frauen ab 14 Jahren kostenlose, vertrauliche und anonyme Hilfestellungen. Zu den Leistungen gehören nicht nur Soforthilfe und psychosoziale Beratung, sondern auch Begleitungen zu Polizei, Gericht oder ins Krankenhaus. Diese Angebote sind von essenzieller Bedeutung, da viele Frauen und Mädchen die hauseigenen Hilfsangebote nicht in Anspruch nehmen.

In Deutschland hingegen gibt es rund 400 Frauenhäuser und über 40 Schutzwohnungen, die in der letzten Zeit häufig überlastet sind. Mehr als 15.000 Frauen konnten 2022 nicht in Schutzeinrichtungen untergebracht werden, was den dringenden Bedarf an weiteren Ressourcen unterstreicht. Zusätzlich ist der Zugang zu qualifizierten Fachberatungsstellen oft eingeschränkt, insbesondere für Frauen mit Mehrfachdiskriminierungen.

Zukunftsorientierte Ansätze

Der Wiener Frauennotruf plant, seine Angebote weiterhin zu stärken und die Öffentlichkeit für die Problematik geschlechtsspezifischer Gewalt zu sensibilisieren. Eine geplante Fachtagung zum Gewaltschutz und zur Gewaltprävention im Herbst 2026 soll einen weiteren Schritt in diese Richtung darstellen. Zudem startet am 7. Januar 2026 eine Ausstellung im Kubus von VALIE EXPORT, um die verschiedenen Facetten der Arbeit des Frauennotrufs in den letzten 30 Jahren darzustellen.

Schutzmaßnahmen für betroffene Frauen benötigen auch in Deutschland mehr gesellschaftliche Anerkennung und gesetzliche Regelungen. Die neue Bundesregierung muss die Förderung von Hilfsangeboten und die Verpflichtung für Täter an sozialen Trainingskursen vorantreiben. Ziel ist es, die bestehenden Hürden im Hilfesystem abzubauen und den Zugang zu Unterstützung für alle betroffenen Frauen zu verbessern.

Die Entwicklungen bei den Hilfsangeboten und die gestiegene öffentliche Aufmerksamkeit sind entscheidende Schritte, um Frauen in Not zu unterstützen und geschlechtsspezifische Gewalt effektiv zu bekämpfen. Wien.gv.at weist darauf hin, dass der Frauennotruf seit seiner Gründung ein unverzichtbares Hilfsangebot darstellt. Auch die_reflexion_auf gesellschaftliche Verantwortung bleibt essentiell, wie in den Analysen zur geschlechtsspezifischen Gewalt in Deutschland, dokumentiert auf Institut für Menschenrechte, und den datenbasierten Berichten zur Situation von Frauen in Deutschland, beschrieben von der Bundeszentrale für politische Bildung.