Madagaskar in Aufruhr: Proteste fordern Wasser und Leben – 22 Tote!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Gewaltsame Proteste in Madagaskar fordern 22 Tote. Ursachen: Stromausfälle und Wasserknappheit. Sicherheitskräfte reagieren hart.

Gewaltsame Proteste in Madagaskar fordern 22 Tote. Ursachen: Stromausfälle und Wasserknappheit. Sicherheitskräfte reagieren hart.
Gewaltsame Proteste in Madagaskar fordern 22 Tote. Ursachen: Stromausfälle und Wasserknappheit. Sicherheitskräfte reagieren hart.

Madagaskar in Aufruhr: Proteste fordern Wasser und Leben – 22 Tote!

In Madagaskar spitzen sich die Proteste gegen die Regierung weiter zu. Wie Kleine Zeitung berichtet, sind seit Beginn der Demonstrationen, die aufgrund von ständigen Stromausfällen und Wasserknappheit gestartet wurden, mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen und über 100 weitere verletzt worden. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk äußerte sich „schockiert“ über die brutale Reaktion der Sicherheitskräfte, die sowohl Demonstranten als auch Unbeteiligte getroffen haben.

Die Proteste, die am Donnerstag in der Hauptstadt Antananarivo begannen, breiteten sich rasch auf andere Städte aus. Obwohl die Bewegungen zu Beginn friedlich waren, kam es schnell zu gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen Banken, Geschäfte und die Häuser regierungstreuer Parlamentsabgeordneter in Brand gesteckt wurden. Das Vorgehen der Polizei war ebenso heftig: sie setzten Wasserwerfer sowie Tränengas ein und schlossen zahlreiche Festnahmen ein, wie Lessentiel berichtet.

Kritik an der Regierung

Viele Demonstranten in Antananarivo trugen schwarze Kleidung und forderten den Rücktritt von Präsident Andry Rajoelina, der seit einem Putsch 2009 an der Macht ist. Die Protestbewegung wird als „Gen Z“ bezeichnet und ruft unter anderem mit Schildern wie „Wir wollen leben, nicht überleben“. Auch die Erhöhung der Lebensqualität und ein verbesserter Zugang zu Wasser und Strom stehen im Fokus der Forderungen.

In Madagaskar leben fast 75 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, und die Lage hat sich unter Rajoelinas Führung seit 2018 weiter verschlechtert. Viele Bürger leiden unter den katastrophalen wirtschaftlichen Bedingungen: Bildungsniveau und Grundversorgung sind gesunken, was die Unzufriedenheit weiter anheizt.

Die humanitäre Krise

Die ungünstige Lage des Landes zeigt sich nicht nur in den Protesten, sondern auch in der alarmierenden Kinderarbeit, die in Madagaskar weit verbreitet ist. Laut ZDF arbeiten schätzungsweise 15.000 Kinder in der Glimmerindustrie, die als eine der schlimmsten Formen der Kinderarbeit gilt. Diese Kinder riskieren nicht nur ihre Gesundheit, sondern kämpfen auch um das tägliche Überleben, während ihre Familien in extremer Armut leben.

Die Herausforderungen für die Bevölkerung Madagaskars sind enorm, nicht nur durch die aktuellen Proteste und die untauglichen Lebensbedingungen, sondern auch durch die Auswirkungen des Klimawandels, der das Land weiter in eine humanitäre Krise drängt. Die Menschen in Madagaskar hoffen auf eine Wende, doch die Unsicherheiten der Gegenwart machen ein positives Zukunftsbild zur bitteren Utopie.