
Am 1. April 2025 eröffnet das Jüdische Museum Wien eine faszinierende Sonderausstellung mit dem Titel „G*tt. Die großen Fragen zwischen Himmel und Erde“. Diese Ausstellung ist anlässlich des 130-jährigen Jubiläums des Museums und beleuchtet die komplexe Frage nach der göttlichen Präsenz aus verschiedenen religiösen, philosophischen und gesellschaftlichen Perspektiven. Die Eröffnung der Ausstellung wird von Diskussionen und einem Rahmenprogramm begleitet, das unter anderem Filmvorführungen mit bekannten Persönlichkeiten umfasst, wie dem Literaturnobelpreisträger Jon Fosse.
Die Ausstellung verspricht durch sieben thematisch fokussierte Räume ein interdisziplinäres Erlebnis, in dem zentrale Fragen zur Vorstellung von G*tt erörtert werden. Zu den aufgeworfenen Fragen gehören unter anderem: Wie heißt G*TT?, Wie zeigt sich G*TT?, Wo wohnt G*TT?, und Wozu G*TT? Diese Themen sollen den Besuchern nicht nur den Zugang zu jüdischen Vorstellungen von G*tt ermöglichen, sondern auch den Dialog zwischen historischen Ritualobjekten und zeitgenössischer Kunst fördern. Die Kuratoren Domagoj Akrap und Daniela Schmid haben sorgfältig Exponate aus internationalen und heimischen Sammlungen ausgewählt.
Einblicke in die Sammlungen
Das Jüdische Museum Wien verfügt über eine der größten Sammlungen jüdischer Museen weltweit, die eine Vielzahl von Objekten und Artefakten umfasst. Diese Sammlung hat eine lange Geschichte, die bis zur Eröffnung des ersten Jüdischen Museums im Jahr 1895 zurückreicht. Die Gründungsmitglieder, Wiener Juden mit Wurzeln in den östlichen Teilen der Habsburgermonarchie, sammelten verschiedenste Kultgeräte, Ölgemälde und Fotografien. Bis zur Schließung 1938 beinhaltete die Sammlung rund 5400 inventarisierte Objekte, von denen viele während des Novemberpogroms 1938 geraubt wurden.
Seit 1992 wird die Sammlung des ersten Jüdischen Museums als Teil der Sammlung der Israelitischen Kultusgemeinde Wien im Jüdischen Museum Wien betreut. Aktuell umfasst die Sammlung mehr als 25.000 Objekte, die Einblicke in die Geschichte der Juden in der Habsburgermonarchie geben. Die Online Collection des Museums zeigt über 300 dreidimensionale Objekte, Textilien und Glasplattenfotos mit biblischen Szenen, die von Besuchern digital erkundet werden können.
Partizipation und digitale Innovation
Ein besonderes Merkmal der Ausstellung „G*tt“ ist das partizipatorische Element, bei dem Besucher*innen ihre Gedanken zur Gottesfrage auf einer digitalen Plattform teilen können. Dies bietet eine moderne Möglichkeit, sich in den interdisziplinären Dialog einzubringen und eigene Perspektiven auszutauschen. Zusätzlich zur Ausstellung wird ein ausführlicher Katalog angeboten, der für 32,90 Ꞓ erhältlich ist.
Die Ausstellung „G*tt. Die großen Fragen zwischen Himmel und Erde“ ist vom 2. April bis 5. Oktober 2025 im Jüdischen Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien, zu sehen. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Museums abrufbar: www.jmw.at.
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