Wien

Kirchensterben in Wien: Schmerzlicher Abschied von der Wunderbaren Muttergottes

In Wien steht die katholische Gemeinde „Dreimal Wunderbare Muttergottes“ vor einer einschneidenden Veränderung. Wie der Wiener Pastoraltheologe Prof. Johannes Pock in einem Interview mit der Kirchenzeitung "Der Sonntag" erklärte, ist die Schließung der Kirche in der Buchengasse kein seltenes Phänomen in der Geschichte der Religion. Die Gläubigen müssen am 1. März von ihrer Kirche in Favoriten in die nahe gelegene Kirche „Königin des Friedens“ umziehen. Der Grund für diesen schmerzhaften Schritt: Die umfassende Sanierung der alten Kirche und des Pfarrhauses wäre finanziell nicht tragbar. Der Verkauf des Gebäudes ist somit unabdingbar, wie auch die Zeitung berichtete.

Geschichtlicher Hintergrund

Diese Situation spiegelt die Herausforderungen wider, mit denen viele Kirchengemeinden konfrontiert sind. Pock betonte, dass es in der Vergangenheit während des Josephinismus bereits zahlreiche Beispiele gab, wo Kirchen aufgegeben oder umgenutzt wurden. Die aktuelle Diskussion dreht sich um die Frage, ob die finanzielle Unterstützung für den Erhalt der Kirchengebäude im Verhältnis zu der abnehmenden Zahl an Mitgliedern und Ressourcen steht. Mit der abnehmenden Zahl an Gläubigen sinken auch die finanziellen Mittel, die für den Unterhalt der Kirchen erforderlich sind.

Am 1. März wird der Bischofsvikar Dariusz Schutzki der letzten Eucharistiefeier beiwohnen, bevor die Kirche für immer geschlossen wird. Zwar handelt es sich bei dieser Feier noch nicht um eine „Profanierung“, da hierfür ein Dekret des Erzbischofs nötig wäre, doch stellt der Umzug für die Gemeinde einen Verlust dar. „Es ist ein wirklich schmerzlicher Auszug einer Gemeinde aus ihrer Kirche“, erklärte Schutzki. Er äußerte auch, dass in Zukunft weitere Kirchenschließungen in Wien leider nicht auszuschließen sind, was die Lage der Kirchen und ihrer Gläubigen weiterhin beeinflussen wird.

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Die Pfarre „Dreimal Wunderbare Muttergottes“ wurde 1898 gegründet und hat sich über die Jahre zu einem Zentrum des katholischen Lebens in Wien entwickelt. Sie bietet zahlreiche Gottesdienste und Aktivitäten für die Gemeinschaft und ist bekannt für ihre architektonische Schönheit. Auch wenn die Kirche schließt, bleibt die spirituelle Unterstützung und die soziale Hilfe für Bedürftige bestehen, wie in dem Bericht der Pfarre zu entnehmen ist.

Für mehr Informationen über die Kirchengeschichten und die bevorstehenden Änderungen, besuche die Artikel auf Kathpress und Österreichische Pfarreien.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Schließung
In welchen Regionen?
Wien-Favoriten
Genauer Ort bekannt?
Buchengasse 108, 1100 Wien, Österreich
Beste Referenz
kathpress.at
Weitere Quellen
osterreichische-pfarreien.at

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