Kärnten kündigt große Reformen an: So wird das Bundesland stärker!
Kärnten plant umfassende Reformen: Reduktion der Landesabteilungen, neue Wohnprojekte und die Inbetriebnahme der Koralmbahn bis 2025.

Kärnten kündigt große Reformen an: So wird das Bundesland stärker!
Die Kärntner Regierung hat heute, am 7. Oktober 2025, bedeutende Weichenstellungen für die Zukunft des Bundeslandes angekündigt. Landeshauptmann Peter Kaiser und der Landesrat Martin Gruber gaben bekannt, dass sie die künftige Regierungsarbeit an den neuen Entwicklungen anpassen wollen. Ein zentrales Ziel ist es, Kärnten zum stärksten Bundesland Österreichs zu machen. Hierbei ist eine Reduktion der derzeit 15 Abteilungen der Landesregierung auf zehn bis zwölf geplant. Bis 2026 sollen die Abteilungen 15 und 4 aufgelöst und deren Aufgaben neu verteilt werden.
Im Rahmen dieser Reformen wird auch die Anzahl der Landesplanstellen bis 2031 um insgesamt 300 reduziert, was jährliche Einsparungen von etwa 30 Millionen Euro verspricht. Zudem wird die Regierung künftig monatlich eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten, um konkrete Reformthemen zu besprechen und die Bürger umfassend zu informieren. Gruber betonte die Notwendigkeit, Bürokratie abzubauen und den Bürgern sowie der Wirtschaft einen höheren Nutzen zu bieten, während eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit angestrebt wird, insbesondere in Bezug auf den neuen Technologiepark in St. Paul.
Infrastrukturprojekte und neue Verkehrswege
Ein weiteres zentrales Thema ist die Vollinbetriebnahme der Koralmbahn, die am 14. Dezember 2025 den Personenverkehr aufnehmen wird. Diese Hochleistungsstrecke, die über 27 Jahre Bauzeit in Anspruch genommen hat, schafft zwischen Graz und Klagenfurt einen neuen Mobilitätshorizont. Laut ÖBB wird auch der Güterverkehr ab Oktober 2025 auf dieser Strecke starten.
Die ÖBB investiert bis 2029 insgesamt 21,1 Milliarden Euro in modernisierte Bahnanlagen in ganz Österreich, wovon 345 Millionen Euro in Kärnten fließen. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hob die Bedeutung der Koralmbahn für den öffentlichen Verkehr im Süden Österreichs hervor. Des Weiteren wird der Villacher Hauptbahnhof modernisiert, um die Attraktivität für die Koralmbahn zu steigern. Über mehrere Bahnsteige wird die Erneuerung und Verlängerung stattfinden, und von Ende 2025 wird ein neues, kundenfreundliches Taktsystem eingeführt.
Weitere Entwicklungen in Kärnten
Neben der Koralmbahn wird auch an mehreren anderen Infrastrukturprojekten in Kärnten gearbeitet. Die Modernisierung des Bahnhofs Arnoldstein soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein, während die Arbeiten an der Lieser-Brücke in Spittal/Drau bis Ende 2025 dauern. Auch die Unterführung in Waidmannsdorf, Klagenfurt, wird bis Ende 2025 fertiggestellt, und im Herbst 2025 beginnen die Arbeiten an einer neuen Unterführung an der Südstrecke.
Während der Bauarbeiten wird es verschiedene Streckensperren geben. Diese beinhalten unter anderem die Tauerntunnelsperre von 18. November 2024 bis 13. Juli 2025. Um den Bürgern die nötigen Informationen bereitzustellen, werden Ankündigungen bezüglich notwendig werdender Schienenersatzverkehre frühzeitig kommuniziert.
Insgesamt sieht Kärnten einer radikalen Veränderung und Modernisierung sowohl im Bereich der Landesregierung als auch in der Infrastruktur entgegen. Thomas Gruber und Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding, sind sich einig, dass diese Entwicklungen sowohl die Mobilität als auch die Umwelt nachhaltig verbessern werden.
Weitere Details zu diesen Vorhaben finden Sie auf den Webseiten von Klick Kärnten und ORF Kärnten.