Regen-Rekord in Hartberg: 44 Liter innerhalb einer Stunde!
Starkregen und Gewitter verursachen historische Niederschlagswerte in Hartberg, Steiermark. Klimaeinflüsse und Warnstufen im Fokus.
Regen-Rekord in Hartberg: 44 Liter innerhalb einer Stunde!
Am 24. April 2025 kam es in der Steiermark zu kräftigen Gewittern, die die Region stark beeinträchtigten. Besonders betroffen waren die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Südoststeiermark und Graz-Umgebung. Laut der Österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) fiel im Raum Hartberg innerhalb einer Stunde die rekordverdächtige Menge von 44 Litern Regen pro Quadratmeter. Dies sei der höchste Niederschlagswert an einem Apriltag seit Beginn der Messungen in dieser Region, berichtet 5min.at.
Die heftigen Regenfälle gingen mit kleiner Hagelbildung einher und führten zu kleinräumigen Überflutungen in betroffenen Gebieten. Die Warnungen der UBIMET-Unwetterzentrale haben die höchste Stufe, Warnstufe Rot, erreicht. Diese Warnung gilt für die betroffenen Regionen von der Steiermark bis ins Dreiländereck mit Niederösterreich und Burgenland. Auch im Südosten Österreichs kommt es vermehrt zu Gewittern und einer erhöhten Schauerneigung, wie heute.at berichtet.
Wetterprognose und Folgen
Für den Folgetag wird ein grauer Himmel und unbeständiges Wetter mit wiederholten Regenschauern prognostiziert, wobei der Schwerpunkt der Niederschläge im Süden und Westen liegt. Die Schneefallgrenze wird in den westlichen Nordalpen bei etwa 1.400 Metern liegen undtagsüber ansteigen. In den kommenden Tagen ist mit weiteren Regenfällen zu rechnen, besonders im zentralen Bergland und Süden. Der Wind weht lebhaft bis kräftig und sorgt für föhnige Bedingungen in einigen Regionen.
Die jüngsten extremen Wetterereignisse sind nicht isoliert zu betrachten. Laut einem neuen Report der Arbeitsgruppe I des Weltklimarats (IPCC) zeigen sich die Folgen des Klimawandels bereits in der steigenden Oberflächentemperatur der Erde. Die Erde hat sich schneller erwärmt als in den letzten 2.000 Jahren, was zu einer Zunahme von Extremwetterereignissen führt, die der Mensch zu verantworten hat. Die maximale Niederschlagsmenge hat sich durch den Klimawandel um 3 bis 19 Prozent erhöht, was zukünftige Überschwemmungen wahrscheinlicher macht. Diese Fakten liefert der WWF unter anderem in einem aktuellen Bericht, der die Dringlichkeit von Maßnahmen gegen die Klimakrise betont, um die Erderhitzung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, wie in diesem Zusammenhang wwf.de erläutert.
Um die negativen Folgen des Klimawandels abzumildern, werden ökologische Lösungen vorgeschlagen, darunter die Rückgewinnung natürlicher Überflutungsflächen und die Verbesserung der Versickerungsfähigkeit der Böden. Diese Initiativen sind wichtig, um den Hochwasserschutz zu verbessern und künftigen Extremwetterereignissen besser begegnen zu können.