Österreichs Städte setzen auf automatisierte Zufahrtskontrollen!
Am 16.10.2025 begrüßt der Städtebund neue automatisierte Zufahrtskontrollen in über 20 österreichischen Städten zur Verkehrsentlastung.

Österreichs Städte setzen auf automatisierte Zufahrtskontrollen!
Mehr als 20 Städte in Österreich planen die Einführung automatisierter Ein- und Zufahrtskontrollen, um die Innenstädte zu verkehrsberuhigen. Diese Maßnahme wird im Rahmen einer anstehenden Novelle der Straßenverkehrsordnung umgesetzt, die auch Regelungen für E-Mopeds und E-Scooter enthält. Der Österreichische Städtebund, die Interessenvertretung von 261 Städten und Gemeinden, hat diese Initiative mit Nachdruck unterstützt. Generalsekretär Thomas Weninger äußerte sich positiv über die Novelle und betonte, dass solche Kontrollen unberechtigten Autoverkehr in den Städten reduzieren sollen. Dies sei besonders wichtig, um die aktive Mobilität, insbesondere den Fuß- und Radverkehr, zu fördern, so Michael Kögl, Vorsitzender des Städtebund-Verkehrsausschusses.
Bereits im Jahr 2022 wurde ein Rechtsgutachten zur Novelle der Straßenverkehrsordnung in Auftrag gegeben. Zahlreiche Städte haben mittlerweile Interesse an der Umsetzung dieser neuen Regelungen signalisiert. Das Thema ist nicht neu; es wurde bereits in den letzten Jahren in mehreren Beschlüssen des Städtebundes behandelt, zuletzt in St. Pölten im November 2021 und in Villach im Juni 2022. Umfragen zeigen, dass mehr als 24 Städte in Österreich ein automatisiertes Zonen-Zufahrtsmanagement in Betracht ziehen, darunter Wien, Graz, Linz und Salzburg sowie diverse Gemeinden wie Baden bei Wien und Innsbruck. Die Petitionen der Städte wurden an die Bundesebene gerichtet, um Unterstützung für die Umsetzung zu erhalten.
Technologische Innovationen für nachhaltige Mobilität
Die Einführung von automatisierten Ein- und Zufahrtskontrollen ist nur ein Teil eines größeren Mobilitätskonzepts, das eine nachhaltige Verkehrsplanung in urbane Gebiete integrieren will. Im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND fördert das Bundesministerium für Digitales und Verkehr Projekte, die eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung zum Ziel haben. Der Fokus liegt dabei auf der Mobilitätswende, welche neue Konzepte und alternative Verkehrsmittel in den Vordergrund rückte.
Das BMK setzt darauf, die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs zu erreichen, indem die Nutzung von Fußverkehr, Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln gefördert wird. Um diese Ziele zu erreichen, sind Maßnahmen wie das Schaffen von Fußgängerzonen und durchgängigen Radwegen ebenso notwendig wie die Nutzung elektrisch betriebener Minibusse für mobilitätseingeschränkte Personen.
Datenmanagement und Analyse
Ein zentrales Problem bei der Umsetzung solcher Konzepte ist der Zugang zu genauen, lokalen Daten. Oft sind die erforderlichen Informationen verteilt und komplex, was die Bewertung der Nachhaltigkeit erschwert. Projekte wie NaMIx entwickeln Indizes zur Bewertung der Nachhaltigkeit der Mobilität in Stadtteilen, die unter anderem Indikatoren wie Fahrradfreundlichkeit und die Fahrzeit zum Stadtzentrum berücksichtigen. Das TwinCity3D-Projekt hingegen verfolgt das Ziel, mithilfe von Künstlicher Intelligenz Verkehr und Parkflächenverbrauch kontinuierlich zu überwachen.
Insgesamt zielt die Initiative darauf ab, die Mobilität in Österreich fitnessgerecht und umweltfreundlich zu gestalten und gleichzeitig den Bedürfnissen der Stadtbewohner gerecht zu werden. Die kommende Novelle der Straßenverkehrsordnung und die geplanten automatisierten Zustrrittskontrollen sind entscheidende Schritte in diese Richtung.