Kilde kehrt zurück: Kampf nach schwerem Skisturz und Verletzungen!
Aleksander Kilde kehrt nach schweren Verletzungen beim Ski-Weltcup zurück. Erleben Sie seine inspirierende Comeback-Geschichte.

Kilde kehrt zurück: Kampf nach schwerem Skisturz und Verletzungen!
Der norwegische Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde ist nach einem schweren Sturz beim Lauberhornrennen in Wengen im Januar 2024 auf dem Weg zurück in den Ski-Weltcup. Kilde, der als dominierender Speedfahrer gilt, verunglückte kurz vor dem Ziel und prallte mit voller Wucht in die Fangnetze. Die Verletzungen waren dramatisch: Eine Aufschlitzung des Unterschenkels und eine komplexe Schulterverletzung führten dazu, dass Kilde fünf Operationen benötigte. Infolge einer Schulterinfektion musste er sogar mit Sepsis kämpfen, was die gefährlichen Folgen seiner Verletzung noch einmal verdeutlicht, wie Laola1 berichtet.
Die Schwere seines Unfalls führte dazu, dass Kildes Saison vorzeitig beendet wurde, und er kämpfte monatelang mit den Folgen seiner Verletzungen. Kurz nach dem Vorfall zog sich Kilde in eine lange Rehabilitation zurück, stellte jedoch schnell klar, dass er mit seinen sportlichen Ambitionen noch lange nicht abgeschlossen hat. „Ich bin noch nicht fertig, ich kann noch mehrere Jahre fahren“, betonte er optimistisch. Sein Comeback plante er für Dezember 2024 in Beaver Creek, nachdem er im August 2024 in Chile wieder mit dem Skifahren begonnen hatte.
Kritik am Rennprogramm
Christian Höflehner, Rennchef von Atomic, äußerte sich kritisch über das Rennprogramm der FIS, insbesondere nach Kildes Sturz. Er sah eine direkte Verbindung zwischen der hohen Anzahl schwerer Verletzungen und dem aggressiven Rennplan, der drei Speed-Rennen innerhalb von drei Tagen vorsieht. „Das ist ungesund“, erklärte Höflehner und warnte, dass solche Vorfälle dazu führen könnten, dass Eltern ihren Kindern den Zugang zu Skiklubs und -wettkämpfen verwehrten. Auch die FIS-Präsident Johan Eliasch musste sich den Vorwürfen stellen und hielt fest, dass Athleten jederzeit auf ein Rennen verzichten könnten, was Höflehner jedoch als unzureichend ansah, wie auf RTL berichtet.
Zusätzlich zu Kilde erlitten in Wengen auch Marco Kohler und Alexis Pinturault schwere Verletzungen, was die Sorgen über die Sicherheit im Ski-Zirkus weiter anheizt. Kohler riss sich das vordere Kreuzband und Pinturault durchbrach das Band im linken Knie. Beide werden in dieser Saison nicht mehr an den Start gehen können.
Zukunftsvision und persönliche Umstände
Kilde selbst beschreibt seinen aktuellen Zustand als stabil, er schätzt sich körperlich auf 80 Prozent ein und weiß um die Herausforderungen, die ihm die Konkurrenz mit Fahrern wie Marco Odermatt und Franjo von Allmen stellen wird. „Es könnte sein, dass es am Anfang richtig schlimm ist und ich fünf Sekunden hinten bin“, gestand Kilde ein, während er über den Druck sprach, der auf ihm lastet.
Inmitten der Herausforderungen erhielt Kilde im vergangenen Jahr viel Unterstützung. Weihnachten verbrachte er bei seiner Familie in Norwegen, wo auch seine Verlobte, die US-amerikanische Skifahrerin Mikaela Shiffrin, eine wichtige Rolle als „Anker“ und „Motivatorin“ links. Kilde bemerkte über Shiffrin: „Niemand ist als Mensch perfekt, aber sie kommt der Perfektion nahe.“ Er ist dankbar für die positive Unterstützung in den schwierigen Monaten und reflektiert demütig über die Herausforderungen, die es zu bewältigen galt.
Die hohe Rate an Verletzungen im Wintersport, besonders bei Profis, macht die Debatte um Sicherheit umso relevanter. Ein Bericht des ASU (Institut der deutschen Versicherungen und Skiverband) zeigt, dass zwar die Gesamtzahl der Verletzungen sinkt, das Knie jedoch nach wie vor die am häufigsten verletzte Körperregion ist, gerade bei den Athleten im Ski-Weltcup. Die FIS überwacht diese Entwicklungen und bemüht sich, die Sicherheit zu verbessern, während aktuelle sportwissenschaftliche Studien die enormen Kräfte beleuchten, die beim Skifahren auf die Athleten wirken, mit der Carving-Ski-Technologie, die ein tiefes Verständnis für Technik und physische Belastbarkeit erfordert, wie auf PubMed erwähnt.