Die Kärntner Industrie steht vor einer großen Herausforderung: Der Strombedarf wird sich bis zum Jahr 2040 voraussichtlich verdoppeln. Dies liegt an dem steigenden Bedarf an grünem Wasserstoff und der Notwendigkeit, CO2-Emissionen zu reduzieren. Unternehmen wie Hasslacher, Mahle, Omya, Wild, Flex, RHI Magnesita und Infineon rechnen mit einem Anstieg ihres Strombedarfs auf 2649 Gigawattstunden. Um dies zu decken, ist ein verstärkter Ausbau von Windkraft und Photovoltaikanlagen in Kärnten erforderlich.
Anton Burger vom Wirtschaftsberater Compass Lexecon Berlin betont die Bedeutung einer vielfältigen Energiequelle. Durch die Diversifizierung des Energiemixes kann die Region unabhängiger von Preisschwankungen werden und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Besonders die Nutzung von Windenergie spielt dabei eine zentrale Rolle.
IV-Präsident Timo Springer sieht die Studie als wichtige Grundlage für die Energiestrategie des Landes Kärnten. Er betont, dass erneuerbare Energien Priorität haben müssen, um die Energiewende voranzutreiben und Energie bezahlbar zu halten. Sabine Herlitschka von Infineon unterstreicht die Bedeutung der Dekarbonisierung für die Elektrifizierung der Industrie.
Trotz der Bemühungen stoßen einige Unternehmen auf Hindernisse bei der Umstellung auf grünen Wasserstoff. René Haberl von der Treibacher Industrie AG berichtet von Schwierigkeiten bei der Genehmigung für grünen Strom und PV-Anlagen.
Die Energiestrategie für Kärnten wird voraussichtlich noch in diesem Jahr fertiggestellt. Dabei wird insbesondere auf den Bedarf der Industrie nach Strom und grünem Wasserstoff eingegangen, um die Region langfristig zu stärken.
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