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Eine dramatische Entwicklung am US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay: Laut Angaben des Pentagons sind dort heute zehn als „hochgefährlich“ eingestufte Migranten eingetroffen. Diese Personen, Mitglieder der berüchtigten Bande Tren de Aragua, sollen nun so lange in dem umstrittenen Gefangenenlager festgehalten werden, bis eine Rückführung in ihre Herkunftsländer oder eine andere geeignete Unterbringung möglich ist. Es besteht die Absicht, bis zu 30.000 Migranten in der Bucht von Guantanamo unterzubringen, wie US-Präsident Trump angeordnet hat.
Massive Vorbereitungen in Guantanamo
Neueste Satellitenbilder, wie von The New York Times berichtet, zeigen, dass rund 150 Zelte errichtet wurden, um Migrantenunterkünfte und Unterstützungsoperationen zu ermöglichen. Die meisten Migranten werden voraussichtlich im westlichen Bereich der Bucht untergebracht, etwa sieben Meilen vom Gefängnis der Terrorismusverdächtigen entfernt. Momentan sind die ersten zehn Migranten jedoch in dem Hochsicherheitsbereich untergebracht.
Diese Vorbereitungen zur Aufnahme von Migranten sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Kapazitäten des Stützpunkts zu erweitern, da vergangene Jahre nur eine geringe Anzahl von Migranten dort festgehalten wurde. Pläne von 2016 zeigen, dass das Gebiet bei einem Notfall Platz für bis zu 13.000 Migranten und 5.000 Unterstützungsmitarbeiter bieten könnte.
Die Aktivitäten in Guantanamo haben in den letzten Wochen erheblich zugenommen. Bereits Ende Januar traf das Marine-Schiff U.S.S. St. Louis ein, um den Aufbau der Zeltstadt zu unterstützen. Bis Mittwoch waren mehr als 80 Zelte für die Unterstützungsoperationen aufgestellt worden. Es bleibt abzuwarten, wie viele Migranten letztendlich in Guantanamo festgehalten werden und welche Bedingungen sie dort erwarten.
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