Das endgültige Aus für Syriens Schlachthaus : Saydnaya entblößt Grauen!

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Nach dem Sturz von Assads Regime wurde das berüchtigte Militärgefängnis Saidnaya untersucht. Überlebende und Angehörige hoffen auf Antworten zu vermissten Häftlingen.

Nach dem Sturz von Assads Regime wurde das berüchtigte Militärgefängnis Saidnaya untersucht. Überlebende und Angehörige hoffen auf Antworten zu vermissten Häftlingen.
Nach dem Sturz von Assads Regime wurde das berüchtigte Militärgefängnis Saidnaya untersucht. Überlebende und Angehörige hoffen auf Antworten zu vermissten Häftlingen.

Das endgültige Aus für Syriens Schlachthaus : Saydnaya entblößt Grauen!

Ein schockierendes Bild tut sich auf: In dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaya, berüchtigt als „Schlachthaus“, sind nach dem Sturz des Assad-Regimes die letzten Hoffnungen auf das Auffinden vermisster Häftlinge brutal zerstört worden. Laut den weithin respektierten Weißhelmen gab es kürzlich eine umfassende Durchsuchung des Gefängnisses, das sich etwa 30 Kilometer nördlich von Damaskus befindet, erneut keine lebenden Überlebenden mehr zu finden. Raid Al Saleh, der Leiter der Weißhelme, berichtete, dass geschätzte 150.000 Menschen in den düsteren Hallen dieses Gefängnisses festgehalten wurden, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen und brutalsten Foltermethoden leiden mussten, wie oe24.at berichtete.

Die Suche und schreckliche Enthüllungen

Die Suche nach vermissten Personen aus dem repressiven Machtsystem wurde durch eine umfassende Untersuchung des Gefängnisses eingeleitet, bei der Spezialteams mit Spürhunden und Informanten des Gefängnisses zusammenarbeiteten. „Alle Eingänge, Luftschächte, und sogar Abwasserleitungen wurden auf den Kopf gestellt“, teilten die Weißhelme mit. Trotz dieser umfangreichen Suche blieb die Hoffnung vieler Familien unerfüllt, die auf ein Lebenszeichen ihrer Angehörigen gehofft hatten. Aktivisten berichten von mindestens 30.000 Toten, die seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Gefängnis ums Leben kamen, viele davon durch Folter und extreme Misshandlungen, wie die BBC hinzufügte.

Das Gefängnis, das seit seinem Bestehen in den 1980er Jahren von militärischer Geheimdienstkontrolle geprägt war, war stets ein Ort des Schreckens für Häftlinge. Geschichten über barbarische Foltermethoden und massenhafte Exekutionen, deren Details meist nur aus den Berichten ehemaliger Häftlinge und Wärter stammen, enthüllen die Grauen, die dort herrschten. Amnesty International spricht von Praktiken, die jeden menschlichen Anstand übersteigen, und betont die Notwendigkeit, die tragischen Schicksale der vermissten Häftlinge offenzulegen, jetzt da die Mauer des Schweigens am Einstürzen ist.