Sportvereine jubeln: Einheitliches Buchungssystem für Turnsäle kommt!

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Bundesweite Initiative erleichtert Sportvereinen den Zugang zu Schulturnsälen. Bildungsminister Wiederkehr fördert Bewegung für Kinder.

Bundesweite Initiative erleichtert Sportvereinen den Zugang zu Schulturnsälen. Bildungsminister Wiederkehr fördert Bewegung für Kinder.
Bundesweite Initiative erleichtert Sportvereinen den Zugang zu Schulturnsälen. Bildungsminister Wiederkehr fördert Bewegung für Kinder.

Sportvereine jubeln: Einheitliches Buchungssystem für Turnsäle kommt!

Die Sportszene in Österreich steht vor einer bedeutenden Veränderung. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) und Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) kündigten die Einführung eines bundesweit einheitlichen Buchungssystems für Sportvereine an, um den Zugang zu Schul-Sportanlagen zu erleichtern. Diese Initiative zielt darauf ab, eine größere Bewegungsfreude bei Kindern und Jugendlichen zu fördern und die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur zu optimieren, anstatt neue Gebäude zu errichten, berichtet die Kleine Zeitung.

Aktuell stehen viele Sportvereine vor der Herausforderung, dass sie oft nicht über ausreichende eigene Sportanlagen verfügen und daher auf die Nutzung von Schulen angewiesen sind. Die Schwierigkeiten beim Zutritt zu Schulgebäuden sollen mit der neuen Initiative verringert werden. Die Zusammenarbeit zwischen dem Bildungs- und dem Sportministerium spielt dabei eine zentrale Rolle, insbesondere im Rahmen der „Täglichen Bewegungseinheit“.

Förderung von Bewegung in Schulen

Die Initiative „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“, die 2016 als Pilotprojekt in Burgenland begann, soll mehr Bewegung für Kinder in Kindergarten und Volksschulen integrieren. Finanzielle Unterstützung kommt vom Sportministerium, während die Umsetzung durch die Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION koordiniert wird. Beiderseitige Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen und Sportvereinen sollen Vorteile für beide Seiten bringen, wie von Sport Austria berichtet.

Das langfristige Ziel der Initiative ist es, fünf Stunden Bewegung und Sport pro Woche für Kinder zu ermöglichen. Zudem wurde das EU-Projekt „Activity Square Europe“, das Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen fördert, ins Leben gerufen und durch das Erasmus+ Sport Programm der EU finanziert. Verschiedene Programme in den Bundesländern wie „Bewegungsland Steiermark“ oder „URFIT“ in Burgenland unterstützen diese Bestrebungen.

Sport und Stadtentwicklung

Der organisierte Sport wird nicht nur als Faktor für die Gesundheit, sondern auch als Stabilisierungsmechanismus für sozialen Zusammenhalt angesehen. Dies wird besonders evident in wachsenden Städten, wo die Flächenkonkurrenz und knappe Haushaltsmittel die Schaffung geeigneter Sporträume erschweren. Die vhw hebt hervor, dass Städte zunehmend Plätze, Straßen und Parkanlagen bewegungsfreundlich gestalten müssen, um sie für Sport und Bewegung zu öffnen.

Die Herausforderungen, vor denen Sportvereine und -verbände in der Stadtentwicklung stehen, sind oft mit Unsicherheiten hinsichtlich ihrer Rolle und Ressourcen in diesem Prozess verbunden. Während in stagnierenden oder schrumpfenden Städten ungenutzte Flächen vorhanden sind, kämpfen viele Vereine um Mitglieder und finanzielle Mittel.

Insgesamt sind die aktuellen Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Sportanlagen und zur Förderung von Bewegung in Schulen ein Schritt in die richtige Richtung, um die Sportlandschaft in Österreich nachhaltiger und inklusiver zu gestalten.