Oberpullendorf

Unterrabnitz-Schwendgraben kämpft: Finanzielle Engpässe und düstere Prognosen

Unterrabnitz-Schwendgraben kämpft finanziell: Bürgermeister Schiefer ist frustriert über drastische Kürzungen der Ertragsanteile und fürchtet um die Zukunft seiner Gemeinde!

Die finanzielle Situation der Gemeinde Unterrabnitz-Schwendgraben stellt sich als äußerst angespannt dar. Trotz der Umsetzung von zwei wichtigen Projekten in diesem Jahr – dem Bau einer neuen Brücke und der Umstellung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung – sieht sich die Gemeinde nun mit gravierenden Herausforderungen konfrontiert.

Bürgermeister Franz Schiefer äußerte in der letzten Bezirksvorstandssitzung der SPÖ seine tiefe Enttäuschung über die neuesten Prognosen zur Verteilung der Ertragsanteile, die vom Bund an die Gemeinden fließen. Diese Mittel sind entscheidend für den Betrieb der Gemeinde, da sie sich nach der Einwohnerzahl richten und insbesondere kleinere Gemeinden wie Unterrabnitz-Schwendgraben von der Kürzung betroffen sind. Laut Schiefers Schätzungen wird die Gemeinde ab 2025 voraussichtlich 115.000 Euro weniger erhalten. Die aktuelle Situation ist alarmierend, während die Gemeinde bereits in diesem Jahr mit einem Defizit von 160.000 Euro für grundlegende Ausgaben kämpft, könnten die Kürzungen dazu führen, dass sich das Defizit auf 260.000 Euro erhöht.

Ein bundesweites Problem

Die finanziellen Engpässe sind kein Einzelfall, sondern betreffen Gemeinden in ganz Österreich. Bürgermeister Schiefer führt die Kürzungen auf die hohe Staatsverschuldung zurück, die infolge von Corona-Hilfspaketen entstanden ist. „53 Milliarden Euro wurden in Firmen investiert, und nun bleibt uns nichts übrig. Die kleinen Gemeinden zahlen jetzt die Rechnung“, so Schiefer.

Kurze Werbeeinblendung

Die Notwendigkeit, sparsam zu wirtschaften, ist der Gemeinde nicht neu. In der Vergangenheit mussten bereits zahlreiche Einsparungen getätigt werden, um bedeutsame Projekte überhaupt finanzieren zu können. „Wir dachten, dass wir den normalen Betrieb ohne Defizit finanzieren könnten. Es ist alarmierend, dass dies nicht mehr möglich sein soll“, betont der Bürgermeister.

Ein Beispiel für die prekäre Lage ist die bevorstehende Weihnachtsfeier für die Angestellten. „Wir stehen an einem Punkt, an dem wir uns fragen müssen, ob wir die Feier für unsere 13 Mitarbeiter überhaupt abhalten können. Es fehlen uns effektiv die 500 Euro für ein gemeinsames Essen“, erklärte Schiefer mit besorgter Stimme. Diese finanzielle Unsicherheit wirft einen Schatten auf die Gemeinde und deren Mitarbeiter.

Zukunft ungewiss

Angesichts dieser Entwicklungen wird die Frage nach der Zukunft von Unterrabnitz-Schwendgraben zunehmend drängender. Dringende Investitionen sind auf unbestimmte Zeit verschoben, und im täglichen Geschäft muss die Gemeinde weiterhin finanzielle Einschränkungen hinnehmen. Das Aufrechterhalten grundlegender Dienstleistungen wird zu einer ernsthaften Herausforderung, und die Gemeinde wird weiterhin den Gürtel enger schnallen müssen.

Die Situation in Unterrabnitz-Schwendgraben ist ein klarer Indikator für die finanziellen Herausforderungen, mit denen viele ländliche Gemeinden in Österreich konfrontiert sind. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die dringenden finanziellen Schwierigkeiten zu bewältigen und die Zukunft der Gemeinde zu sichern. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie im Artikel auf www.meinbezirk.at nachlesen.


Details zur Meldung
Quelle
meinbezirk.at

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"