Im Burgenland wird die hospice- und palliativmedizinische Versorgung auf ein neues Level gehoben. In Oberpullendorf entsteht das erste stationäre Hospiz des Landes, das voraussichtlich 2026 eröffnet werden soll. Diese Entwicklung stellt einen bedeutenden Schritt dar, da Burgenland bisher das einzige Bundesland in Österreich war, das über kein stationäres Hospiz verfügte.
Bei der Präsentation dieses Projekts betonte Soziallandesrat Leonhard Schneemann, dass die Planungen bereits weit fortgeschritten sind und die Inbetriebnahme des Hospizes als zentraler Meilenstein im Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung betrachtet wird. „Damit schließen wir die Lücke der Versorgung vollständig“, erklärte Schneemann.
Das Hospiz wird mit zehn Betten für die Palliativversorgung ausgestattet sein. Ein Team von etwa 25 Fachkräften, hauptsächlich Pflegekräften mit Spezialisierung auf Palliativpflege, wird dort tätig sein. Zudem werden Experten aus verschiedenen Fachbereichen wie Soziale Arbeit, Psychologie, Physiotherapie und Ernährung in das multiprofessionelle Team integriert.
Erweiterung der mobilen Dienste
Zusätzlich zur Errichtung des stationären Hospizes wird auch die mobile Betreuung ausgebaut. Für das Jahr 2023 stehen hierfür rund 900.000 Euro zur Verfügung, die unter anderem in die Schulung von Pflegekräften fließen, damit diese effektiver mit Palliativpatienten arbeiten können. In jedem Bezirk sollen mobile Hospizteams eingerichtet werden, mit der Ausnahme von Güssing und Jennersdorf, die gemeinschaftlich betreut werden.
Die mobilen Teams bieten schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen eine umfassende Begleitung bis zum Lebensende. Aktuell betreuen zwei mobile Palliativteams der Sozialen Dienste Burgenland etwa 557 Personen, die insgesamt über 2.300 Hausbesuche und 7.400 Betreuungsstunden in diesem Jahr erhalten haben. Der Geschäftsführer der Sozialen Dienste Burgenland, Johannes Zsifkovits, hebt hervor, wie wichtig diese Arbeit ist, da sie nicht nur die physischen Bedürfnisse der Patienten, sondern auch die emotionalen und sozialen Anforderungen ihrer Angehörigen berücksichtigt.
Bedeutung der Hospizversorgung
Die Eröffnung des neuen Hospizes und die Stärkung der mobilen Teams sind wesentliche Fortschritte in der Unterstützung von Menschen in der letzten Lebensphase. Diese Entwicklungen beantworten die wachsende Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Palliativversorgung und stellen sicher, dass Betroffene und ihre Familien die nötige Hilfe erhalten, um diese herausfordernden Zeiten zu bewältigen. Um mehr über dieses bedeutende Projekt zu erfahren, werden weitere Informationen bereitgestellt, wie zum Beispiel die aktuelle Berichterstattung auf www.meinbezirk.at.
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