
Die jüngste Veröffentlichung eines Videos durch die Hamas hat für Empörung in Israel gesorgt. Laut oe24.at handelt es sich um eine äußerst brisante Szene, in der eine Geisel, die später ermordet wurde, gezwungen wird, die israelische Regierung zur Freilassung aller im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln zu bewegen. Die Chefredakteurin von "oe24.at" erläuterte, dass die Entscheidung zur Veröffentlichung nach einem internen Diskurs getroffen wurde, wobei auch auf die bereits öffentliche Präsenz des Videos in sozialen Medien verwiesen wurde. Trotz der Bedenken um den Persönlichkeitsschutz, erkennt der Pressesenat ein gewisses öffentliches Interesse an der Berichterstattung an, kritisiert jedoch die medienethischen Implikationen.
Schockierendes Psychoterror-Video
Das Video zeigt die inhaftierte Frau in einer Zwangssituation, was von Experten als schwerwiegender Verstoß gegen den Persönlichkeitsschutz beurteilt wird. Das Forum der Angehörigen der Geiseln bezeichnete das Material als “schockierendes Psychoterror-Video.” Die Veröffentlichung hätte die Hamas nicht nur als Propagandainstrument genutzt, sondern auch die Betroffene in noch größere Gefahr gebracht.
Ebenfalls alarmierend ist ein anderes Video, das von der Hamas veröffentlicht wurde. Dies zeigt zwei entführte Israelis, die gezwungen werden, die Freilassung von drei anderen Geiseln zu beobachten, während sie selbst in einem Fahrzeug gehalten werden. Hierbei handelt es sich um Eviatar David und Guy Gilboa-Dalal, die in einem dramatischen Akt als psychologische Folter ausgebeutet werden, wie 20 Minuten berichtete. Die Angehörigen der Geiseln verurteilten die Hamas und bezeichneten sie als „Monster“.
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat dementsprechend die Freilassung weiterer palästinensischer Häftlinge ausgesetzt, die im Austausch für die gesichteten Geiseln vorgesehen war. Dabei wird weiterhin auf die Ausnutzung der Geiseln zu propagandistischen Zwecken hingewiesen. Momentan sind noch über 60 Geiseln in Gaza gefangen, während die erste Phase eines Abkommens zur Freilassung stattfand, das von der Hamas als ein Mittel zur Schaustellung ihrer Macht und Brutalität verwendet wird.
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