Martin Winkler: SPÖ-Oberösterreich mit starkem Rückhalt neu aufgestellt!
Martin Winkler wurde am 16.06.2025 mit 95 Prozent zum neuen SPÖ-Chef in Oberösterreich gewählt und plant Reformen.

Martin Winkler: SPÖ-Oberösterreich mit starkem Rückhalt neu aufgestellt!
Martin Winkler (61) ist der neue Chef der SPÖ Oberösterreich. Bei einer Mitgliederbefragung, die am Montagabend veröffentlicht wurde, erhielt er 95,56 Prozent Zustimmung von den wahlberechtigten Mitgliedern, wobei die Wahlbeteiligung bei 41,62 Prozent lag. Die Mitglieder stimmten maßgeblich online ab, was die neuartigen Verfahren in der Parteiarbeit widerspiegelt. Das Ergebnis ist für den bevorstehenden Parteitag am 13. September bindend, da mehr als 15 Prozent der Mitglieder teilnahmen. Im Vergleich erhielt Michael Lindner bei seiner Wahl 2022 95,9 Prozent Zustimmung, allerdings betrug die Wahlbeteiligung damals 46 Prozent. Krone berichtet, dass Winkler, der der einzige Kandidat war, seine Ziele klar formuliert hat.
Winkler hat eine umfangreiche Karriere in der Politik und Wirtschaft hinter sich. Er ist ehemaliger Unternehmensberater, war von 1990 bis 1992 Bundesvorsitzender der Sozialistischen Jugend und bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung als Geschäftsführer und Miteigentümer eines Treasury-Beratungsunternehmens mit. Zudem hat er Volkswirtschaftslehre an der Kepler-Universität studiert. Der neue Parteichef stammt aus dem Mühlviertel und wird am 3. Juli im Landtag angelobt, wo er die Zuständigkeiten für Kinder-, Jugend- und Tierschutz sowie für SP-geführte Gemeinden übernehmen wird. Nachrichten.at hebt hervor, dass Winkler besonders die Notwendigkeit von Investitionen und Fortschritt in der Landespolitik betont.
Politische Herausforderungen und Ambitionen
Winkler sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, die SPÖ neu zu positionieren und das Vertrauen der Mitglieder zurückzugewinnen. In den letzten Jahren hatte die Partei mit sinkenden Wahlergebnissen zu kämpfen, die von 38,3 Prozent im Jahr 2003 auf nur 18,6 Prozent im Jahr 2021 gefallen sind. Er plant, personelle Umbauten im Büro von Michael Lindner sowie in der Parteizentrale vorzunehmen und möchte den Fokus auf die politischen Grundpfeiler Leistung, Respekt und Sicherheit legen. In seiner ersten Stellungnahme äußerte er: „Ich bin tief bewegt von diesem Vertrauensvotum“ und sieht die breite Zustimmung als klaren Auftrag. ORF berichtet ebenfalls, dass er entschlossen ist, die SPÖ als starke und gestaltende Kraft zu neuem Glanz zu verhelfen.
Zudem kritisierte Winkler die FPÖ-Politiker, insbesondere Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner, wegen des Brücken-Dilemmas in Mauthausen. Sein Ziel ist es, die schwarz-blauen Blockaden aufzubrechen und die Umsetzung von Verkehrs- und Infrastrukturprojekten zu beschleunigen. Winkler blickt zuversichtlich in die Zukunft und plant, die SPÖ wieder als eine kraftvolle Stimme in der Politik Oberösterreichs zu etablieren.