Kran-Einsatz im Wienerwald: Bus droht umzukippen! Feuerwehr im Alarmmodus!
Freiwillige Feuerwehr Mödling rettet Linienbus in Schieflage im Wienerwald. Kran-Einsatz dauerte vier Stunden am 8. Oktober 2025.

Kran-Einsatz im Wienerwald: Bus droht umzukippen! Feuerwehr im Alarmmodus!
Am 8. Oktober 2025 kam es im Ort Buchelbach, im Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Sulz im Wienerwald, zu einem herausfordernden Einsatz für die Feuerwehr Mödling. In den frühen Morgenstunden wurde die Feuerwehr alarmiert, um einen Linienbus zu bergen, der in Schieflage geraten war und drohte umzustürzen. Die Situation stellte sich als so kritisch dar, dass eine Bergung mit den regulären Mitteln der örtlichen Feuerwehr nicht möglich war, berichtet Fireworld.
Ein Kranfahrzeug des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, stationiert bei der Feuerwehr Mödling, wurde angefordert, um den Bus sicher zurück auf die Straße zu heben. Vor Ort wurde das Kranfahrzeug aufgestellt und die Bergevorrichtungen an den Reifen des Busses angeschlagen. Der gesamte Einsatz dauerte etwa vier Stunden und erforderte den Einsatz von fünf Feuerwehrkräften sowie zwei Fahrzeugen der Feuerwehr Mödling. Parallel zu diesem Einsatz musste die Feuerwehr außerdem eine Türöffnung für den Rettungsdienst im Stadtgebiet von Mödling durchführen.
Weitere Einsätze der Feuerwehr Mödling
Zur gleichen Zeit, gegen 06:30 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Mödling zu einem weiteren Einsatz alarmiert. Am Knoten Vösendorf, an der Rampe A21 zur A23, war ein LKW umgekippt, der mit mehreren Tonnen Holz-Pellets beladen war. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Vösendorf wurden Vorbereitungsmaßnahmen zur Bergung des LKW durchgeführt. Dabei kam es zu einem mehrstündigen Umladen des LKW durch ein Spezialunternehmen. Auch dieser LKW konnte erfolgreich wieder auf die Räder gehoben werden, bevor er durch ein anderes Spezialunternehmen abgeschleppt wurde.
Die Einsätze der Feuerwehr Mödling spiegeln die Herausforderungen wider, mit denen viele Feuerwehrorganisationen konfrontiert sind. Die Unfallstatistik für 2023, veröffentlicht von der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord), zeigt, dass insgesamt 2.511 Versicherungsfälle gemeldet wurden, was mehr als 200 Fällen im Vorjahr entspricht. Besonders auffällig sind die Zahlen der freiwilligen Feuerwehren, wo 1.568 Unfälle gezählt wurden. Trotz zahlreicher Einsätze sanken die einsatzbedingten Unfälle um 42 im Vergleich zum Vorjahr, was erfreuliche Fortschritte in der Sicherheit der Einsatzkräfte zeigt.
Die HFUK Nord strebt die „Vision Zero“ an, um tödliche oder schwere Unfälle zu vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden technische Ausstattung und persönliche Schutzausrüstung (PSA) als essenziell betrachtet, ebenso wie die Aufklärung der Feuerwehrangehörigen durch Präventionsmaterialien. Eine detaillierte Analyse der Unfälle ist im Dienstleistungsbericht der HFUK Nord enthalten und soll zur ständigen Verbesserung der Einsatzsicherheit beitragen.