Drohnenalarme über Eindhoven: Flughafen geschlossen, Soldaten im Einsatz!

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Drohnenüberflüge über Eindhoven führten zur Einstellung des Flugverkehrs. Sicherheit und Ermittlungen im Fokus.

Drohnenüberflüge über Eindhoven führten zur Einstellung des Flugverkehrs. Sicherheit und Ermittlungen im Fokus.
Drohnenüberflüge über Eindhoven führten zur Einstellung des Flugverkehrs. Sicherheit und Ermittlungen im Fokus.

Drohnenalarme über Eindhoven: Flughafen geschlossen, Soldaten im Einsatz!

Am Samstagabend wurden am Flughafen Eindhoven mehrere Drohnen gesichtet, was zur vorübergehenden Einstellung des zivilen und militärischen Flugverkehrs führte. Diese Maßnahme wurde vom niederländischen Verteidigungsminister Ruben Brekelmans bestätigt, der auf der Plattform X über die sicherheitsbedingte Aussetzung des Flugbetriebs informierte. Der Flugbetrieb konnte erst in den Nachtstunden wieder aufgenommen werden, nachdem der Flughafen für mehrere Stunden geschlossen war. Aus Sicherheitsgründen wurden keine weiteren Informationen zu den Vorfällen veröffentlicht, erklärte eine Sprecherin des Flughafens. Flüge wurden während der Sperrung über Deutschland umgeleitet, was zu erheblichen Störungen führte, da Eindhoven der zweitgrößte Flughafen der Niederlande ist, nach Amsterdam Schiphol.

Diese aktuellen Vorfälle sind Teil eines beunruhigenden Trends der letzten Monate, bei dem immer wieder Drohnen im europäischen Luftraum gesichtet wurden. Insbesondere Deutschland, Belgien und Dänemark fanden sich in den Schlagzeilen in Verbindung mit Drohnensichtungen über Militärbasen und kritischer Infrastruktur. So berichtete das Tagesschau-Team über einen Vorfall am Luftwaffenstützpunkt Volkel am Freitag, bei dem Soldaten mit Waffen gegen überfliegende Drohnen vorgingen. Die Drohnen verschwanden nach dem Vorfall, und die niederländische Gendarmerie bestätigte, dass auf die Drohnen geschossen wurde, während die Polizei den Vorfall untersucht.

Wachsende Besorgnis über Drohnensichtungen

Am siebten November hatte Belgien beispielsweise eine Drohne über einem Kernkraftwerk in der Nähe von Antwerpen gemeldet. Ebenso wurden im September mehr als 20 russische Drohnen im polnischen Luftraum gesichtet, was einen Einsatz von NATO-Kampfflugzeugen und einem Patriot-Luftabwehrsystem nach sich zog. Angesichts dieser Ereignisse gibt es in der Europäischen Union Diskussionen zur Verstärkung der Luftverteidigung. Das Bundeskabinett in Deutschland plant eine Änderung des Luftsicherheitsgesetzes, um die Befugnisse der Bundeswehr zur Drohnenabwehr zu stärken.

Die Vorfälle haben auch das Augenmerk der Staats- und Regierungschefs der EU auf andere Sicherheitsfragen gelenkt. Bei einem informellen Gipfel in Kopenhagen wurde über die Notwendigkeit von besseren Abwehrmaßnahmen gegen hybride Bedrohungen diskutiert. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte vor einem hybriden Krieg in Europa, bei dem Drohnen eine zentrale Rolle spielen. Forderungen nach einer verstärkten Produktion von Drohnen sowie der Verbesserung der Abwehrfähigkeiten sind laut DW verstärkt zu hören.

Vernetzung und Defensive in Europa

Im Zuge dieser Diskussion kam auch der Vorschlag auf, ein europäisches Anti-Drohnen-Netzwerk aufzubauen, welches die Mitgliedsstaaten bis 2030 dazu befähigen soll, sich eigenständig zu verteidigen. Dies wird in Verbindung mit vier Leitprojekten der EU-Kommission gesehen, die unter anderem die Überwachung der EU-Ostflanke und eine verbesserte Luftabwehr umfassen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die eine zu optimistische Sicht auf den „Drohnen-Wall“ als möglichen Abwehrmechanismus äußern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktuellen Vorfälle in Eindhoven und anderen Städten nicht isoliert betrachtet werden können. Sie sind Ausdruck eines größeren Problems, das die Sicherheit in Europa betrifft, insbesondere im Hinblick auf mögliche russische Aktivitäten. Der Drohnenvorfall am Eindhoven Flughafen ist nur die Spitze des Eisbergs in einer sich zuspitzenden sicherheitspolitischen Lage.