Tiertransporte in Not: Kühe leiden wochenlang an der Grenze!
Am 26. November 2024 zeigt ZDF um 22.15 Uhr den Film über Tiertransporte: Schicksal einer gestrandeten Rinderherde an der Grenze.
Tiertransporte in Not: Kühe leiden wochenlang an der Grenze!
Mainz (ots)
Am Dienstag, dem 26. November 2024, um 22.15 Uhr, wird das ZDF eine erschütternde Dokumentation mit dem Titel „37° – Tiertransporte: Gefangen zwischen Grenzen“ ausstrahlen, die die dramatischen Umstände eines Zuchttiertransports beleuchtet. Gezeigt wird das Schicksal von 69 hochschwangeren Kühen, die seit vier Wochen an der türkischen Grenze festgehalten werden – in einem Zustand voller Leid und Verzweiflung.
Die gefangenen Tiere waren wochenlang knietief in ihrem eigenen Mist gefangen, während sie unter akuter Wasser- und Nahrungsmittelknappheit litten. Die Situation eskalierte, als immer mehr Muttertiere und neugeborene Kälber starben. Heinrich A., der Fahrer des Transporte, kann die missliche Lage kalt nicht fassen: „So darf man mit Tieren nicht umgehen, da könnte ich heulen.“ Diese bewegenden Worte lassen erahnen, welchen psychischen Druck die Fahrer unter diesen Umständen erleiden.
Tierquälerei an der Grenze
Die Tierschützer sind ratlos. „Das Schlimme ist, das passiert hier immer wieder“, erklärt Irene W. von „Animals‘ Angels e.V.“. Der scheinbar kleine Fehler in den deutschen Dokumenten hat schreckliche Folgen – für Mensch und Tier. Trotz Interventionen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, des Auswärtigen Amtes und der EU blieb die Lage unverändert. Das Veterinäramt des Landes Brandenburg sah schließlich keine andere Möglichkeit, als die Euthanasie aller Tiere anzuordnen, nachdem vier quälende Wochen auf der Kippe standen.
Die Reportage von Manfred Karremann zeigt eindrücklich das Leid und die Ohnmacht, die sowohl die Tiere als auch die Menschen in dieser tragischen Situation erleiden müssen. „37°“ liefert nicht nur eine erschreckende Geschichte, sondern auch einen Einblick in die dramatischen Bedingungen von Tiertransporten in Europa. Bereits ab 18.00 Uhr am Sendetag wird die Dokumentation in der ZDFmediathek verfügbar sein.