Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie: Löhne steigen!
Nach 18 Stunden Verhandlungen wurde ein Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie erzielt, der Lohnerhöhungen und Einmalzahlungen für 3,9 Millionen Beschäftigte vorsieht.
Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie: Löhne steigen!
Nach 18 Stunden hitziger Verhandlungen gibt es endlich einen Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie! Die Löhne und Gehälter der rund 3,9 Millionen Beschäftigten werden in zwei Schritten angehoben: Zunächst steigt der Lohn zum 1. April nächsten Jahres um 2,0 Prozent, gefolgt von einer weiteren Erhöhung um 3,1 Prozent ein Jahr später. Und das ist noch nicht alles! Zusätzlich erhalten die Arbeitnehmer eine einmalige Zahlung von satten 600 Euro!
Arbeitgeberverband lobt Kompromiss
Der Märkische Arbeitgeberverband sieht diesen Pilotabschluss als Paradebeispiel für gelungene Kompromisse, die auch in der Politik Schule machen sollten. Horst-Werner Maier-Hunke, der Vorsitzende des Verbandes, betont, dass dieser Abschluss an der Schmerzgrenze vieler Unternehmen liegt, besonders in der aktuellen angespannten Wirtschaftslage. Dennoch bringt der Tarifabschluss wichtige Planungssicherheit, was für viele Firmen ein Lichtblick ist. Maier-Hunke hebt hervor, dass das Signal des Abschlusses besonders für junge Menschen von Bedeutung ist, da die Rekrutierung von Auszubildenden in den kommenden Jahren eine große Herausforderung darstellt.
IG Metall sieht Kaufkraft gesichert
Die IG Metall im Märkischen Kreis zeigt sich ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis. Fabian Ferber, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, erklärt, dass durch diesen Abschluss ein Kaufkraftverlust abgewendet werden kann. Doch die Gewerkschaft bedauert, dass es erst zu Warnstreiks kommen musste, um zu diesem Ergebnis zu gelangen. In den letzten Tagen gab es immer wieder Protestaktionen in verschiedenen Teilen des Märkischen Kreises, zuletzt am Montag (11.11.) in Lüdenscheid. Die IG Metall ist sich bewusst, dass die Tarifrunde in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld stattfand, in dem Personalabbau und Kurzarbeit in den heimischen Betrieben diskutiert werden.