Rasante Verfolgungsfahrt endet mit Totalschaden – 15-Jähriger ohne Führerschein!
Ein 15-Jähriger ohne Führerschein verursacht in Götzis einen Unfall nach einer Polizeiverfolgung, keine Verletzten gemeldet.

Rasante Verfolgungsfahrt endet mit Totalschaden – 15-Jähriger ohne Führerschein!
In den frühen Morgenstunden des 5. Oktober 2025 ereignete sich in Götzis ein schwerer Vorfall, der in erster Linie durch die riskante Fahrweise eines 15-jährigen Jugendlichen verursacht wurde. Um 02:10 Uhr führte eine routinemäßige Sicherheitsstreife in der Kaiser-Franz-Josef-Straße zu einer Verfolgungsfahrt, als der Fahrer des Fahrzeugs beschleunigte und versuchte, der Kontrolle zu entkommen. Trotz des eingeschalteten Blaulichts des Polizeifahrzeugs erhöhte der Jugendliche sukzessive die Geschwindigkeit.
Die Verfolgung endete schließlich in der Witzkestraße, wo der 15-Jährige die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Der Pkw kollidierte mit einem Zaun und einem Baum, bevor er auf der Rudolf-von-Ems-Straße zum Stillstand kam. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, aber der Schaden am Fahrzeug war beträchtlich: es entstand Totalschaden. Die Feuerwehr Hohenems wurde zur Reinigung der Fahrbahn verständigt, und das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Der Alkovortest des Fahrers ergab einen Wert von 0,0 mg/l.
Rechtliche Konsequenzen für den Jugendlichen
Der 15-jährige Lenker wurde angezeigt wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit sowie mehreren Verwaltungsübertretungen, die bei der Staatsanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn zur Anzeige gebracht wurden. Der Vorfall wirft auch rechtliche Fragen auf, die Jungen und Heranwachsenden häufig begegnen. Laut Unfallrechtler Stuttgart können bei ähnlichen Vergehen Maßnahmen wie die Entziehung der Fahrerlaubnis oder Fahrverbote verhängt werden. Diese Maßnahmen sollen im Sinne der Besserung und Sicherung der Jugendlichen dienen.
Die Gesetze für Jugendliche in solchen Fällen sind speziell, da laut § 10 StGB das Strafgesetzbuch nur gilt, wenn das Jugendgerichtsgesetz keine anderen Bestimmungen enthält. Im Jugendstrafrecht wird oft diskutiert, ob erzieherische Aspekte bei der Bestimmung von Strafen angemessen berücksichtigt werden sollten.
Sicherheitskampagnen für Kinder
Die Tragik solcher Vorfälle macht deutlich, wie wichtig Verkehrssicherheit ist, insbesondere wenn Kinder im Spiel sind. Im Jahr 2024 verunglückten in Deutschland 27.261 Kinder im Straßenverkehr, von denen 53 das Leben verloren. Um dem entgegenzuwirken, unterstützt das Bundesministerium für Verkehr verschiedene Programme zur Förderung der Verkehrssicherheit für Kinder.
Eine neue Kampagne umfasst unter anderem eine Sammlung von Videos zur Verkehrserziehung, während das Programm „Kind und Verkehr“ kostenlose Veranstaltungen für Eltern in Kindertageseinrichtungen anbietet. Auch digitale Informationsangebote über Verkehrssicherheit in urbanen Räumen sowie interaktive Wimmelbilder zur Verkehrsteilnahme für Kinder sind Teil der Maßnahmen.
Die Sicherstellung, dass Kinder bis zu einem Alter von 12 Jahren in geeigneten Kindersitzen im Auto gesichert sind, bleibt ein zentrales Anliegen, auch wenn eine hohe Anzahl von 93% der Kinder innerorts altersgerecht gesichert ist, allerdings nur 52% korrekt im Rückhaltesystem. Initiativen wie der Verkehrssicherheitstag in Kitas helfen dabei, das Bewusstsein für sichere Verhaltensweisen im Straßenverkehr zu erhöhen.