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In Deutschland wird ab dem 1. Januar 2025 ein umfassendes Verbot für viele ältere Kaminöfen in Kraft treten. Mit Ablauf des Jahres 2024 dürfen Kaminöfen, die die festgelegten Emissionsgrenzwerte überschreiten, nicht mehr betrieben werden. Dies betrifft insbesondere Modelle, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 21. März 2010 in Betrieb genommen wurden, wie ksta.de berichtet. Ziel dieser Maßnahme ist die Verbesserung der Luftqualität und die Reduzierung der Umweltbelastung durch Feinstaub und andere schädliche Emissionen.
Die gesetzlichen Anforderungen basieren auf der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV), die bereits seit 2010 in Kraft ist. Ab 2025 müssen die Emissionsgrenzwerte von maximal 0,15 Gramm Staub und 4 Gramm Kohlenstoffmonoxid pro Kubikmeter Abgas eingehalten werden. Schornsteinfeger sind verpflichtet, ihre Kunden über die neuen Vorschriften zu informieren und bieten Messungen an, um die Einhaltung der Grenzwerte zu überprüfen. Öfen, die nach 2010 in Betrieb genommen wurden, erfüllen diese Standards bereits und können weiter genutzt werden.
Handlungsoptionen für Betreiber älterer Modelle
Emotionale Entscheidungen stehen den Besitzern älterer Kaminöfen bevor – entweder eine Nachrüstung oder die Stilllegung der Anlagen. Eine Nachrüstung, beispielsweise mit elektrostatischen Feinstaubfiltern, kann dabei Kosten von bis zu 3.500 Euro verursachen. Eine Liste der zulässigen Öfen ist auf der Website des HKI verfügbar, und die Überprüfung der Konformität erfordert eine Bescheinigung durch den Schornsteinfeger oder eine Herstellerbescheinigung, wie agrarwelt.com anmerkt.
Die "Feuerstättenschau" muss alle sieben Jahre erfolgen und ist eine hoheitliche Aufgabe, um sicherzustellen, dass die Kaminöfen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Peter Niethen, Geschäftsführer eines Ofenstudios, berichtet von einem hohen Interesse an neuen Öfen, insbesondere seit dem Ukraine-Krieg, der einen Ansturm auf alternative Heizmethoden ausgelöst hat. Die Lieferzeiten für neue Modelle betragen aktuell etwa drei Monate und beginnen bei 2.500 Euro, die Preise können bis zu 6.000 Euro betragen.
Betreiber alter Öfen müssen auch bei der Entsorgung vorsichtig sein, insbesondere wenn Asbest enthalten ist. Die Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft empfiehlt, Fachunternehmen für die Entsorgung zu kontaktieren. Schamottsteine können bei Mineralstoffdeponien abgegeben werden, während Altmetallteile als Altmetall entsorgt werden können. Dominik Kotyrba, ein Altmetallhändler, holt alte Öfen ab, sofern die Schamottsteine entfernt sind. Kunden zeigen sich oft erleichtert, alte Öfen loszuwerden, auch wenn es in der Regel kein Geld für diese gibt.
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