Nachbarschaftshilfe in Wettstetten: Gemeinsam stark für Jung und Alt!
In Wettstetten engagieren sich Nachbarn ehrenamtlich, um Hilfe in besonderen Lebenslagen anzubieten und Gemeinschaft zu fördern.
Nachbarschaftshilfe in Wettstetten: Gemeinsam stark für Jung und Alt!
In Wettstetten und Postbauer-Heng ziehen die Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen und singen „Rabimmel, Rabammel“. Angeführt von einem Reiter, der den heiligen Martin darstellt, wird eine berührende Geschichte der Nächstenliebe lebendig: Martin teilt seinen roten Umhang mit einem frierenden Bettler. Doch in der heutigen Zeit ist das Teilen nicht mehr nur eine Frage des Materials – es geht um das wertvollste Gut: Zeit. Freiwillige Helfer in der Nachbarschaftsinitiative „Wir in Wettstetten“ stehen bereit, um in schwierigen Lebenslagen Unterstützung zu bieten.
Die Koordinatorinnen Szilvia Rajna-Barker und Bettina Weiß, beide engagierte Zugezogene, haben 2018 ein Netzwerk gegründet, das Menschen jeden Alters und jeder Herkunft verbindet. „Wir in Wettstetten“ bietet spontane Hilfe, sei es für Arztfahrten oder die Betreuung von Senioren. Die Liste der Helfer umfasst mittlerweile rund 30 Namen, vom 89-jährigen Veteranen bis zu jungen Aktiven unter 20. „Jeder kann mitmachen“, ermutigt die Initiative, die über die Ehrenamtlichen-Sammelversicherung des Bistums Eichstätt abgesichert ist.
Nachbarschaftshilfe im Einsatz
Die Nachbarschaftshilfe geht über einfache Dienstleistungen hinaus. Glühbirnen wechseln oder Haustiere versorgen sind alltägliche Aufgaben, während Anfragen für spezialisierte Pflege abgelehnt werden müssen. „Wir rufen zurück“, versichern Rajna-Barker und Weiß, die sich um jede Anfrage kümmern. „Es gehört Mut dazu, um Hilfe zu bitten“, betonen sie, und zeigen damit, wie wichtig es ist, dass niemand in der Not allein gelassen wird.
In der Nachbarschaftshilfe Postbauer-Heng, Ezelsdorf und Oberferrieden wird seit 25 Jahren Unterstützung geleistet. Cornelia Pröbster, die seit 22 Jahren aktiv ist, berichtet von typischen Angeboten wie Fahrten zu Ärzten und der wöchentlichen Verteilung von Lebensmitteln. „Vergangenen Samstag haben wir 149 Personen versorgt“, sagt sie stolz. Rund 50 engagierte Helfer stehen bereit, um dankbare Gesichter zu sehen und die Gemeinschaft zu stärken. „Der Bedarf ist da“, so Pröbster, und die Initiative wird auch weiterhin für die Menschen da sein.