Drohnen-Alptraum am Münchner Flughafen: Tausende Passagiere betroffen!
Flugausfälle am Flughafen München am 3.10.2025 aufgrund von Drohnensichtungen; 3000 Passagiere betroffen, Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.

Drohnen-Alptraum am Münchner Flughafen: Tausende Passagiere betroffen!
Am Flughafen München kam es aufgrund von Drohnensichtungen zu erheblichen Störungen im Flugverkehr. Nachdem mehrfache Meldungen über unbemannte Fluggeräte in der Nähe des Flughafens eingegangen waren, sah sich die Flugsicherung gezwungen, den Betrieb auszusetzen. Dies führte zur Streichung von insgesamt 17 Flügen und betraf fast 3.000 Passagiere. Die Schließung des Flughafens war notwendig, weil Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Drohnen herrschten, die sowohl oberhalb des Geländes als auch in dessen Umgebung gesichtet wurden. Eine unklare Anzahl von Drohnen und deren Herkunft sorgte für zusätzliche Verwirrung.
Die Deutsche Flugsicherung sperrte am späten Abend die Start- und Landebahnen, während sowohl die Landes- als auch die Bundespolizei das Gelände überwacht. Trotz des Einsatzes von Polizeihubschraubern blieb die Suche nach den Drohnen ohne Erfolg. Ab 22:15 Uhr war es zudem nicht mehr möglich, Flugzeuge zu landen, was dazu führte, dass 15 Flüge nach Stuttgart, Nürnberg, Wien und Frankfurt umgeleitet wurden. Um die gestrandeten Passagiere zu unterstützen, verteilte der Betreiber Decken, Getränke und Snacks und stellte Feldbetten in den Terminals auf.
Der Kontext der Drohnensichtungen
Drohnenvorfälle an deutschen Flughäfen sind im Jahr 2025 deutlich angestiegen. Laut Berichten wurden bis Ende August insgesamt 144 Behinderungen durch Drohnen registriert, im Vergleich zu 113 im Vorjahr. Besonders betroffen ist der Flughafen Frankfurt am Main mit 35 Vorfällen, gefolgt von München mit sechs und Nürnberg mit drei. Diese Zunahme an Vorfällen hat auch internationale Aufmerksamkeit erregt, insbesondere nachdem in Skandinavien ähnliche Sperrungen aufgrund von Drohnensichtungen stattfanden, wobei hierbei Vermutungen bezüglich möglicher Verbindungen zu Russland aufkamen.
Die Sicherheitsbehörden in Deutschland sehen sich einer wachsenden Herausforderung gegenüber. Eine unzureichende Ausstattung zur Drohnendetektion wird als problematisch erachtet, während die Bundespolizei und andere Sicherheitsdienste speziell an Flughäfen mit Drohnendetektionsmitteln arbeiten. Experten betonen die Notwendigkeit einer besseren Kooperation zwischen Bund, Ländern und der Bundeswehr, um die drohende Gefahr von Drohnenangriffen effektiv zu bewältigen.
Drohnenabwehr und Verantwortlichkeiten
Der Flughafenverband ADV hat die Notwendigkeit klarer Zuständigkeiten und effektiver Abwehrmaßnahmen hervorgehoben. In Bayern gibt es bereits eine erweiterte Ausrüstung an Flughäfen wie München, Nürnberg und Memmingen. Hier stehen spezielle Drohnendetektions- und -abwehrmittel zur Verfügung. Dennoch ist die Situation schwierig, da Unklarheiten über die Herkunft und Verantwortlichkeit von Drohnenangriffen die effektive Abwehr erschweren.
Das UAS Traffic Management System (UTM) der Deutschen Flugsicherung trägt dazu bei, die Position von Drohnen in digitalem Format darzustellen und vereinfacht die Überwachung des Luftraums. Es ermöglicht unter anderem das Fliegen von Drohnen außerhalb der Sichtweite. Das dafür verwendete Hook-on-Device (HOD) sendet kritische Daten über die Drohne, einschließlich ihrer Position, und verbessert somit die Möglichkeit, potenzielle Störungen zu identifizieren und zu verhindern. Die Deutsche Flugsicherung und die Deutsche Telekom haben in diesem Bereich bereits erfolgreich zusammengearbeitet und Dienstleistungen für Drohneneinsätze entwickelt.