Laboe plant teure Südmole: Risiken und neue Herausforderungen!
Laboe plant eine neue Südmole, die 400.000 Euro teurer wird und zusätzliche Risiken birgt. Politische Differenzen verzögern den Bau.
Laboe plant teure Südmole: Risiken und neue Herausforderungen!
Laboe. Ein dramatischer Wendepunkt für den Laboer Gewerbehafen: Die Planung für die neue Südmole wird um satte 400.000 Euro teurer! Die Mitglieder des Werkausschusses Hafen, Tourismus, Schwimmhalle haben mehr als zwei Stunden über die neuen Herausforderungen diskutiert, die sich aus der geänderten Planung ergeben. Ursprünglich sollte der Bau bereits begonnen haben, doch politische Differenzen haben das Projekt ins Stocken gebracht.
Die neue Planung, vorgestellt vom Fachbüro ITT Port-Consult, bringt nicht nur höhere Kosten mit sich, sondern auch erhebliche Risiken. Die Mehrheit der politischen Fraktionen, darunter CDU, WIP und SPD, hat sich für eine Sanierung mit einer neuen Spundwand entschieden, anstatt die ursprüngliche Idee einer aufgeständerten Pierplatte weiterzuverfolgen. Doch das Rammen der Pfähle für die neue Spundwand ist ein großes Problem: Der vorhandene Baugrund in Laboe lässt kein Pressen der Pfähle zu, was zusätzliche Maßnahmen zur Schadenssicherung an umliegenden Gebäuden erforderlich macht.
Ein Pressen der Pfähle funktioniert in Laboe nicht
Die alte Spundwand ist mittlerweile so marode, dass sie droht, zusammenzufallen. Planer Tim Neumann warnt: „Keiner kann sagen, was passiert, wenn wir die alte Spundwand entfernen.“ Zudem wird die neue Bauweise die Mole um 3,20 Meter verbreitern, was den Verlust wertvoller Wasserfläche und Liegeplätze im Hafen bedeutet. Wolfgang Jahn von der CDU fordert, die neue Spundwand so nah wie möglich an die alte zu setzen, um den Verlust zu minimieren.
Laboe: Eingriff ins Biotop erfordert Ausgleich
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Eingriff in ein kartiertes Biotop, das unter der Mole entstanden ist. „Wir müssen einen Ausgleich schaffen“, erklärt ein Planer. Michael Meggle von „Gemeinsam vor Ort“ warnt, dass die Fördermittel von 1,2 Millionen Euro nur fließen, wenn die Maßnahme bis Ende 2027 abgeschlossen ist. Bürgermeister Heiko Voß muss nun klären, ob die Zuschüsse auch bei der geänderten Planung bestehen bleiben. Die Zeit drängt – die Baukosten steigen, und die Risiken wachsen!