Elektroschrott-Alarm: Deutschland konsumiert viel, sammelt aber wenig!
Deutschland gehört zu den führenden Elektrogerätekonsumenten in der EU, sinkt jedoch bei der Elektroschrottsammlung. Die Deutsche Umwelthilfe fordert dringend neue gesetzliche Regelungen.
Elektroschrott-Alarm: Deutschland konsumiert viel, sammelt aber wenig!
Die alarmierenden Statistiken über den Elektroschrott in Deutschland sind da! Eurostat hat gerade die neuesten Zahlen veröffentlicht und das Bild ist erschreckend. Deutschland belegt mit einem Konsum von 33,9 Kilogramm Elektrogeräten pro Kopf und Jahr den mit Abstand drittplatzierten Platz in der EU, hinter den Niederlanden und Dänemark! Doch während wir wie verrückt neue Geräte kaufen, hinken wir bei der Sammlung von Elektromüll gewaltig hinterher – nur 31,7 Prozent werden tatsächlich recycelt. Damit landen wir auf einem enttäuschenden 22. Platz!
Ein klares Zeichen, das auch Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe nicht ignorieren kann. Sie spricht von einem „denkzettel für Umweltministerin Steffi Lemke“ und verlangt lautstark nach schärferen Regelungen. „Unser Land wird im Umweltsektor zu einem immer größeren Problemfall“, ruft sie, während die Alarmglocken läuten. Metz fordert, dass jeder Hersteller gesetzlich verpflichtet werden sollte, eine Sammelquote von 65 Prozent zu erreichen. Sie ist überzeugt, dass man sich nicht länger hinter brancheninternen Quoten verstecken darf, die ohne Konsequenzen bleiben!
Handlungsbedarf für Elektrogeräte
Sogar kurzlebige Produkte wie Einweg-E-Zigaretten stehen auf der Liste der zu verbannenden Artikel! „Elektrogeräte sollten so lange wie möglich genutzt werden“, fordert Metz und verlangt eine verbindliche Wiederverwendungsquote von mindestens 15 Prozent – ein Standard, den Länder wie Spanien und Belgien bereits gesetzt haben. Außerdem zeigt sie sich besorgt über die Brandgefahr von falsch entsorgten Geräten mit Lithium-Ionen-Akkus und fordert ein Pfand auf diese Batterien. Doch all diese Vorschläge sind im kürzlich beschlossenen Elektrogesetz der Bundesregierung nicht zu finden. „Wir fordern die Bundesländer auf, sich für detaillierte Verbesserungen im Bundesrat einzusetzen“, schließt sie entschlossen.