Christenverfolgung in Europa: Vandalismus und Brandanschläge nehmen zu!
Die OIDAC berichtet über zunehmende Diskriminierung gegen Christen in Europa, einschließlich Brandanschlägen und Vandalismus.

Christenverfolgung in Europa: Vandalismus und Brandanschläge nehmen zu!
Die Freiheit in Europa steht derzeit unter Druck, insbesondere für Christen an Universitäten. Anna Tang, Direktorin der Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa (OIDAC), hat kürzlich alarmierende Entwicklungen dokumentiert. Wie exxpress.at berichtet, überwacht OIDAC kontinuierlich Vorfälle und führt eine Auswertung regionaler Berichte und Gerichtsprotokolle durch. Diese Monitoringaktivitäten offenbaren eine besorgniserregende Zunahme feindlicher Dynamiken im akademischen Umfeld.
Im Rahmen dieser trends werden Sprecher an Universitäten ausgeladen, und Forschung zu Gewalt gegen christliche Frauen wird als problematisch eingestuft. Studenten sehen sich dazu gezwungen, sich selbst zu zensieren, aus Angst vor Rufschäden oder Karriereeinbußen. Eine britische Professorin gibt zu, dass ihr offenes Bekenntnis zum Christentum erst nach ihrer festen Anstellung gefahrlos möglich ist. Diese Problematik wird durch die allgemeine gesellschaftliche Wahrnehmung verstärkt, die Christen oft nur als Täter und nicht als Opfer sieht.
Zunahme an Angriffen auf Christen
Der Jahresbericht von OIDAC für 2024 zeigt, dass die Zahl der antichristlichen Hassdelikte in Europa alarmierend hoch ist. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2.211 Angriffe auf christliche Gebäude verzeichnet, wie auch kircheinnot.at dokumentiert. Im Vergleich zu 2023, in dem 2.444 Delikte registriert wurden, kann der Rückgang jedoch nicht als Entspannung gewertet werden. Vielmehr ist er auf unzureichende Erfassungen zurückzuführen.
Die Angriffe auf Personen stiegen von 232 auf 274. Besonders stark sind die Übergriffe in Frankreich, das mit 770 antichristlichen Straftaten an der Spitze steht, gefolgt von Großbritannien mit 502 und Deutschland mit 337 Delikten. In Deutschland wurden im Vorjahr 94 Brandanschläge auf Kirchen und religiöse Einrichtungen registriert, fast doppelt so viele wie im Jahr 2023. Die Dunkelziffer bei Übergriffen auf Priester, insbesondere in Polen, ist ebenfalls besorgniserregend; dort berichten 50% der befragten Priester von Aggressionen.
Schweigen der Institutionen und politische Forderungen
Trotz dieser alarmierenden Statistiken gibt es keine EU-Stelle für anti-christliche Hassverbrechen, während es solche für Antisemitismus und islamfeindliche Hassdelikte gibt. Tang fordert daher die Schaffung einer Koordinierungsstelle für anti-christliche Hassverbrechen, um den zunehmenden Hass zu bekämpfen. In Österreich äußert sich die Kultusministerin Claudia Plakolm besorgt über die Entwicklungen und fordert eine ernsthafte Ansprache christenfeindlicher Straftaten.
Dies sind nicht nur Probleme, die Akademiker betreffen. Lehrer, Priester und viele andere Christen spüren die disziplinierenden Maßnahmen, die durch gesellschaftliche und rechtliche Einschränkungen der Religionsfreiheit verstärkt werden. Fragen zu Geschlecht, Sexualethik und dem Konzept von Sünde dürfen, laut Tang, nicht zu Diskriminierung führen – jedoch zeigt die Realität ein anderes Bild.
Vor dem Hintergrund dieser Sorge um die religös motivierte Diskriminierung wird die Notwendigkeit, weitere Maßnahmen zu ergreifen, immer drängender. Die Aktionsaufforderungen von OIDAC sind nicht nur eine Reaktion auf die zurückgelegte Anzahl von Vorfällen, sondern auch ein Aufruf zur Sensibilisierung und zum Schutz der Religionsfreiheit in Europa.