Chikungunya-Virus erreicht Österreich: Gesundheitswarnung für Urlauber!
Ein gefährlicher Chikungunya-Virus breitet sich 2025 in Norditalien aus, übertragen durch die Asiatische Tigermücke. Was Reisende wissen müssen.

Chikungunya-Virus erreicht Österreich: Gesundheitswarnung für Urlauber!
Im Oktober 2025 breitet sich das Chikungunya-Virus weiter in Europa aus, insbesondere in Norditalien. Bis Ende September 2023 wurden bereits 364 Infektionen in Italien registriert, wobei die Erkrankungen hauptsächlich in den Regionen Emilia-Romagna und Venetien auftraten. Gesundheitsbehörden des römischen Gesundheitsinstituts ISS bestätigen, dass 323 dieser Fälle lokale Übertragungen sind, während 41 Infektionen von Reisenden stammen, die sich im Ausland angesteckt haben. Diese alarmierenden Zahlen wurden von Kosmo veröffentlicht.
Die Übertragung des Virus erfolgt durch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die sich in den letzten Jahren stark in Europa verbreitet hat. Diese Mückenart ist mittlerweile in 16 europäischen Ländern etabliert, was die Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung erhöht.
Erhöhte Warnungen und Auswirkungen in Europa
Das Auswärtige Amt hat Vorwarnungen für Italien herausgegeben, wo im Jahr 2025 bisher 246 Fälle bekannt wurden. Auch im benachbarten Frankreich sind die Zahlen der Chikungunya-Infektionen gestiegen. Epidemiologen warnen vor einer möglichen Ausbreitung des Virus in Deutschland, wo bislang nur Reiserückkehrer betroffen waren. In der Nähe der deutschen Grenze, südlich von Straßburg, wurde zudem ein aktueller Fall einer Infektion dokumentiert. Epidemiologe Hendrik Wilking betont, dass lokale Ausbrüche in den nächsten Jahren nicht ausgeschlossen sind, und verweist auf die Notwendigkeit, prädiktive Maßnahmen zu ergreifen, um die Verbreitung zu kontrollieren, wie Tagesschau berichtet.
Die Symptome einer Chikungunya-Infektion umfassen hohes Fieber, empfindliche Gelenke, Hautausschlag sowie Übelkeit und Blutergüsse. Es gibt zwar kein spezifisches Medikament zur Behandlung, jedoch klingen die Symptome meist innerhalb von 7 bis 10 Tagen ab. Bei etwa einem Drittel der Patienten können langfristig Gelenkbeschwerden bestehen bleiben. Zum Schutz empfehlen Gesundheitsbehörden lange Kleidung, Mückenschutzmittel und Moskitonetze.
Verbreitung der Asiatischen Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke breitet sich weiterhin rasch nach Nordeuropa aus. Ihr erster Nachweis in Europa war 1979 in Albanien. Inzwischen hat sie sich in Ländern wie Italien, Frankreich und Deutschland verbreitet, und klimatisch geeignete Städte wie London, Wien und Frankfurt könnten bald ebenfalls betroffen sein. Eine aktuelle Studie ergab eine beschleunigte Ausbreitungsgeschwindigkeit der Tigermücke, von früher 10 km pro Jahr auf bis zu 20 km pro Jahr in Frankreich. Schätzungen besagen, dass die Mücke in weniger als einem Jahrzehnt in Nordfrankreich und London etabliert sein könnte, wie n-tv berichtet.
Die Gesundheitsbehörden in deutschen Gemeinden, insbesondere in den Oberrheinregionen, arbeiten aktiv an der Eindämmung der Tigermücke, etwa durch den Einsatz von biologischen Bekämpfungsmitteln. Anwohner werden aufgefordert, stehendes Wasser zu beseitigen, um Brutstätten der Mücken zu reduzieren.
Mit der steigenden Verbreitung von durch Stechmücken übertragenen Viren wie Chikungunya und Dengue in Europa rückt der Schutz vor Mückenstichen immer mehr in den Fokus der öffentlichen Gesundheit. Es bleibt abzuwarten, wie die Situation sich entwickeln wird und welche Maßnahmen zur Eindämmung notwendig sind.