Brandstiftung in Charlottenburg: Polizei ermittelt nach Feuer an Einsatzfahrzeugen!
Brandstiftung an Polizeifahrzeugen in Berlin-Charlottenburg: Ermittlungen zum politischen Motiv nach nächtlichem Feuer.

Brandstiftung in Charlottenburg: Polizei ermittelt nach Feuer an Einsatzfahrzeugen!
In der Nacht auf den 24. Oktober 2025 kam es in Berlin-Charlottenburg zu einem mutmaßlichen Brandanschlag auf Polizeifahrzeuge. Gegen 1:30 Uhr bemerkten Zeugen auf einem Parkplatz für Einsatzfahrzeuge am Kaiserdamm Flammen, die zunächst von einem zivilen Polizeifahrzeug ausgingen. Als die Feuerwehr eintraf, hatte sich das Feuer bereits auf ein zweites Fahrzeug ausgeweitet und zudem einen Parkscheinautomaten beschädigt. Die Löscharbeiten dauerten bis etwa 02:30 Uhr, während beide Richtungsfahrbahnen des Kaiserdamms gesperrt werden mussten, um die Einsatzkräfte zu unterstützen.
Bereits kurz nach den ersten Meldungen geht die Polizei von Brandstiftung aus und schließt ein politisches Motiv nicht aus. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts (LKA) hat die Ermittlungen übernommen, um den Hintergrund des Vorfalls zu klären. Fireworld.at berichtet von den eindrucksvollen Maßnahmen, die zur Brandbekämpfung und zur Sicherung des Tatorts ergriffen wurden.
Ein Anstieg politisch motivierter Straftaten
Der Vorfall wird vor dem Hintergrund eines besorgniserregenden Anstiegs politisch motivierter Straftaten in Deutschland betrachtet. Laut den neuesten Zahlen des Bundeskriminalamts haben sich diese Straftaten in den letzten zehn Jahren um 115,9 Prozent mehr als verdoppelt. Im Jahr 2024 erreichte die Zahl der politisch motivierten Gewaltdelikte einen Höchststand von 4.107 Fällen seit 2016. BKA hebt hervor, dass 86,8 Prozent aller PMK-Strafanzeigen sich auf Delikte wie Sachbeschädigungen und Propaganda beziehen und rechtsmotivierte Straftaten um 47,8 Prozent zugenommen haben.
Insbesondere im Kontext des derzeitigen gesellschaftlichen Klimas, in dem Hasskriminalität und politische Extremismen zunehmen, wird dieser Brandanschlag als symptomatisch für ein größeres Problem angesehen. Der Anstieg antisemitischer Straftaten um 20,8 Prozent sowie anderer politisch motivierter Delikte macht deutlich, dass die Sicherheitsbehörden flexibel auf die Herausforderungen reagieren müssen. Derartige Vorfälle könnten nicht nur auf Einzelfälle von Vandalismus hindeuten, sondern auch auf tiefere soziale Spannungen hinweisen.
Die Ermittlungen zu den brennenden Polizeifahrzeugen am Kaiserdamm werden von der Polizei kontinuierlich vorangetrieben, während der Staatsschutz prüft, ob weitere politische Motive hinter diesem Anschlag stecken könnten. N-TV berichtet, dass weitere Schritte zur Aufklärung des Vorfalls folgen werden und die Öffentlichkeit über den Verlauf der Ermittlungen informiert bleibt.