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Zuchtriegel bleibt Direktor von Pompeji: Kulturministerium verlängert Vertrag!

Gabriel Zuchtriegel bleibt für weitere vier Jahre Direktor des archäologischen Parks von Pompeji. Der italienische Kulturminister Alessandro Giuli hat die Verlängerung seines Mandats offiziell bestätigt. Zuchtriegel, der im Jahr 2021 die Leitung des Parks übernahm, ist 44 Jahre alt und erfreut sich großer Anerkennung in seiner Position. Er dankte dem Kulturminister für das entgegengebrachte Vertrauen und seine Unterstützung.

Zuchtriegel, der an der Humboldt-Universität zu Berlin Klassische Archäologie studierte und 2010 an der Universität Bonn promovierte, hat zuvor das archäologische Gebiet von Paestum geleitet. Sein akademischer Werdegang umfasst auch bedeutende Ausgrabungen in Gabii, Selinunt und Siris-Herakleia. Zudem war er zwischen 2014 und 2015 Dozent an der Universität der Region Basilikata in Matera und lehrt seit 2019 an der Scuola Superiore Meridionale in Neapel.

Die Geschichte von Pompeji

Pompeji, eine Stadt am Fuße des Vulkans Vesuv, wurde 79 n. Chr. durch einen verheerenden Vulkanausbruch unter Asche, Schlamm und Lava begraben. Die Stadt wurde jedoch im 18. Jahrhundert wiederentdeckt und ist heute eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien. Goethe besuchte Pompeji 1787 und lobte den bemerkenswerten Erhaltungszustand der Stadt. Die beeindruckenden Ruinen ziehen jährlich mehr als zwei Millionen Besucher an und stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.

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Die ersten gezielten Ausgrabungen in Pompeji begannen ab 1748, wobei zuerst nach Skulpturen und Wandmalereien gesucht wurde. Kontinuierliche Grabungen starteten 1755 und führten zu bedeutenden Entdeckungen, wie dem Apollon Tempel und der Casa del Fauno. Trotz der massiven Zerstörung blieben die Umrisse großer Gebäude sichtbar, was den Forschern wertvolle Einblicke in den Alltag der römischen Kaiserzeit ermöglicht.

Archäologische Herausforderungen und Ausblicke

Trotz der jahrhundertelangen Ausgrabungen sind die Arbeiten in Pompeji und Herculaneum (der ebenfalls betroffenen Stadt) noch nicht abgeschlossen. Experten berichten, dass eine vollständige Freilegung Pompejis langfristig nicht geplant ist. Zukünftige Grabungen könnten durch neue Konservierungstechniken bereichert werden, um die wertvollen Funde noch besser zu erhalten.

Die Ruinen von Pompeji erlitten im Zweiten Weltkrieg Schäden durch Bombardierungen, was die Erhaltungsmaßnahmen zusätzlich erschwerte. Archäologen arbeiten daher kontinuierlich, um Schäden zu reparieren und neue Techniken zu entwickeln, um das antike Erbe zu bewahren. Éin Abschluss der Ausgrabungen in Herculaneum ist ebenfalls nicht abzusehen – hier ist der Boden bis zu 25 Meter tief und massiver verschüttet, was die Plünderungen verhinderte.

Die Führungsposition von Zuchtriegel wird als entscheidend angesehen, um die archäologischen Schätze Italiens angemessen zu schützen und zugänglich zu machen. Seine umfangreiche Erfahrung in der Thematik und sein Engagement für die Erhaltung dieser einzigartigen Stätten sind von großem Wert für die Zukunft des archäologischen Parks von Pompeji.

Für weitere Informationen über Gabriel Zuchtriegel und seine Leistungen, können Sie die Artikel auf Vienna.at, Wikipedia sowie SciLogs lesen.

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Details zur Meldung
Genauer Ort bekannt?
Pompeji, Italien
Beste Referenz
vienna.at
Weitere Quellen
de.m.wikipedia.org

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