Tempelhofer Feld: Fünf Siegerideen für Berlins Zukunft gesucht!
Der Ideenwettbewerb für das Tempelhofer Feld startet am 13. November. Fünf Siegerentwürfe werden gesucht.
Tempelhofer Feld: Fünf Siegerideen für Berlins Zukunft gesucht!
Ein Paukenschlag in Berlin: Der Ideenwettbewerb für das legendäre Tempelhofer Feld ist gestartet! Bausenator Christian Gaebler (SPD) verkündete am Freitagmorgen, dass fünf gleichwertige Siegerentwürfe gesucht werden. Am kommenden Mittwoch, dem 13. November, wird die Ausschreibung offiziell veröffentlicht. Ursprünglich war eine Randbebauung des ehemaligen Flughafengeländes geplant, doch nach dem klaren Votum der Dialogwerkstätten im September, das eine Bebauung ablehnte, wird nun ein „stadt- und freiraumplanerischer Ideenwettbewerb“ ausgerufen. Kreative Köpfe aus aller Welt sind eingeladen, ihre Visionen einzureichen.
Die Spannung steigt: Welche Ideen werden das Rennen machen? Gaebler betonte, dass die Ergebnisse des Dialogprozesses nicht obligatorisch berücksichtigt werden müssen. „Es ist ja ein Wettbewerb“, sagte er. Die Regierungspolitik sieht jedoch vor, die Möglichkeiten einer behutsamen Randbebauung auszuloten, was im Widerspruch zum Votum des Dialogprozesses steht. In der ersten Wettbewerbsphase sollen internationale Teams aus Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten ihre Entwürfe einreichen. „Keine Utopien, wir wollen da keine Rodelberge“, so Gaebler. Die Entwürfe müssen kreativ, aber auch realisierbar sein.
Die Jury und der weitere Ablauf
Eine Besonderheit gibt es bei der Jury: Statt Vertretern der Verwaltung sind die Juryposten mit Teilnehmenden der Dialogwerkstätten besetzt. Petra Kahlfeldt, Senatsbaudirektorin und Architektin, wird als einziges Verwaltungsmitglied in der Jury sitzen. Aus den eingereichten Entwürfen werden etwa 20 ausgewählt, die in einer zweiten Phase bis zum Sommer vertieft werden sollen. Im Juli werden die fünf Siegerentwürfe den Teilnehmenden der Dialogwerkstätten vorgestellt und im September der Öffentlichkeit präsentiert.
Doch was passiert mit den Ergebnissen? Ob einer der Entwürfe umgesetzt wird, bleibt unklar. Die Regierungspolitik sieht eine „Neubewertung durch die Berlinerinnen und Berliner“ vor, die maßgeblich für eine mögliche Bebauung sein soll. Wie diese Neubewertung durchgeführt wird und ob sie bindend ist, steht in den Sternen. Eines ist jedoch sicher: Eine Entscheidung für eine Randbebauung würde die akute Wohnungsnot nicht sofort lösen. „Wenn, passiert im nächsten Jahrzehnt etwas und nicht in diesem Jahrzehnt“, so Gaebler.