Alpen-Alarm: Rekordzahlen bei Unfällen und Toten in Tirol!
Im Jahresrückblick 2024 werden alarmierende Unfallstatistiken in Österreichs Bergen vorgestellt, einschließlich tödlicher Vorfälle und deren Ursachen.

Alpen-Alarm: Rekordzahlen bei Unfällen und Toten in Tirol!
Im Jahr 2024 hat sich die Sicherheit in den österreichischen Alpen weiter verschlechtert, wie die neuesten Statistiken zeigen. Insgesamt sind 309 Menschen in den Bergen ums Leben gekommen, was einen signifikanten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt, als 271 Todesfälle registriert wurden. Diese Zahlen übersteigen auch das 10-Jahre-Mittel von 284 Toten, was alarmierende Trends im alpinen Verkehrssicherheitssystem offenbart. Laut tirol.orf.at stammen 58 % der verstorbenen Personen aus Österreich, während 28 % aus Deutschland kamen.
Die überwiegende Mehrheit der Verstorbenen waren Männer, insgesamt 269 (87 %), verglichen mit 40 Frauen (13 %). Ein weiterer besorgniserregender Punkt sind die Verletztenzahlen: 9.324 Personen wurden für die Alpinunfalldatenbank erfasst, deutlich höher als das 10-Jahre-Mittel von 7.982. Diese Statistiken, die von der Alpinpolizei und dem Österreichischen Kuratorium für alpine Sicherheit (ÖKAS) regelmäßig erfasst werden, zeigen die Realität von Unfällen in den österreichischen Bergen.
Hauptunfallursachen und Unfallverteilung
Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich beim Wandern und Bergsteigen, wo 127 der Todesfälle verzeichnet wurden, gefolgt von Piste und Skiroute mit 35 und Ski-Touren mit 26. Rund 23 % der tödlich Verunfallten starben jedoch nicht bei alpinen Aktivitäten, sondern infolge von Forstunfällen, Verkehrsunfällen oder Suiziden. Dies zeigt die komplexe Natur alpine Sicherheitsfragen.
Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass 67 % der Verstorbenen älter als 51 Jahre waren. Die häufigsten Unfallursachen waren Kollisionen (39 %), Stürze oder Stolpern und Herz-Kreislauf-Störungen, die zusammen 27 % der Todesfälle ausmachten. Interessant ist, dass 86 Menschen aufgrund von Herz-Kreislauf-Störungen starben, 15 mehr als im langjährigen Mittel. Bei den Verunfallten hatten auch 31 % Glück und blieben unversehrt, was im Kontext der 13.999 verunfallten Personen (10-Jahre-Mittel: 12.033) bemerkenswert ist.
Ein Blick auf die Zukunft
Peter Paal, ein Vertreter des ÖKAS, äußerte sich besorgt über den Anstieg der Unfallzahlen und verwies auf die hohen Dunkelziffern bei leichteren Verletzungen, wie Hans Ebner von der Alpinpolizei feststellte. Um die lange Liste der Unfälle zu verringern und die Sicherheit zu verbessern, ist es entscheidend, dass Maßnahmen zur Prävention verstärkt werden.
Die Erfassung erfolgt in einer anonymisierten Datenbank, die seit 2005/06 von der Alpinpolizei geführt wird. Die Analyse dieser Unfalldaten, in der jährlich über 8.000 Alpinunfälle erfasst werden, unterstützt nicht nur die Unfallforschung, sondern auch die Präventionsarbeit. Die Datenbank wird kontinuierlich aktualisiert und bietet einen detaillierten Einblick in die Risiko- und Unfallverhältnisse bei Bergsportarten. Diese Statistiken sind entscheidend für die Anpassung von Sicherheitstrainings und die Entwicklung neuer Sicherheitsstrategien.
Insgesamt steht die alpine Sicherheit in Österreich unter Druck, und es ist von wesentlicher Bedeutung, die Ursachen dieser Unfälle zu verstehen, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Nur durch eine umfassende Betrachtung der Unfallstatistiken, wie sie von alpinesicherheit.at und alpin.de bereitgestellt werden, kann die Sicherheit im Gebirge nachhaltig verbessert werden.