Alarmstufe Rot: Kürzungen bei Frauenberatung gefährden soziale Stabilität!
Kürzungen bei Frauen- und Mädchenberatungsstellen in Wien alarmieren Expertinnen. Dringender Handlungsbedarf zur Unterstützung!

Alarmstufe Rot: Kürzungen bei Frauenberatung gefährden soziale Stabilität!
In Österreich führt die Streichung von Fördermitteln für Frauen- und Mädchenberatungsstellen zu drastischen Veränderungen, die die Unterstützung für betroffene Frauen erheblich gefährden. Laut vienna.at haben das Arbeitsmarktservice (AMS) und das Sozialministerium die Finanzierung größtenteils gestoppt. In der Folge berichten Expertinnen von Kündigungen sowie von Stundenkürzungen in den Beratungsstellen, was weitreichende Konsequenzen für die betroffenen Frauen und die Gesellschaft nach sich ziehen könnte.
Dorit Haslehner-Kadlicz, eine Vertreterin des Frauen- und Familienberatungs-Vereins Freiraum, äußerte sich besorgt über die Auswirkungen dieser Kürzungen. Die Organisation ist gegenwärtig zu 60 Prozent vom AMS finanziert, doch im kommenden Jahr wird diese Unterstützung entfallen. Dies hat bereits zur Kündigung von drei Mitarbeiterinnen und der Nichtbeschäftigung von zwei Honorarkräften geführt.
Gefährdete Unterstützungssysteme
Besonders kritisch ist die Situation bei Organisationen wie „LEFÖ“, die seit 15 Jahren Förderungen vom Gesundheitsministerium erhalten hat, jedoch in diesem Jahr eine Absage für ihre Finanzierung bekam. Auch die Organisation „maiz“ in Oberösterreich, die sich um die Verbesserung der Arbeitssituation von Migrantinnen bemüht, hat ihre Basisfinanzierung verloren. Vor drei Jahren erhielt „maiz“ noch 150.000 Euro aus dem Integrationsfonds.
Die Expertin Sophie Hansal warnt, dass diese Kürzungen nicht nur die wirtschaftliche und soziale Stabilität in Österreich gefährden. Unterstützende Beratungen in den betroffenen Organisationen sind äußerst effektiv, da 90 Prozent der Beratungen mit einer Lösung enden. Die Folgekosten von Gewalt gegen Frauen, die auf jährlich 7,3 Milliarden Euro geschätzt werden, sind dabei nicht zu vernachlässigen. Diese Kosten entstehen aus Arztbesuchen, polizeilichen Ermittlungen, Strafverfahren und Arbeitsausfällen.
Die Forderung nach einem Ausbau der Betreuungsangebote wird lauter, da der Bedarf an Unterstützung weiter steigt. Es ist entscheidend, Präventionsmaßnahmen finanziell zu fördern, um sowohl den betroffenen Frauen als auch der Gesellschaft insgesamt zugutekommen zu können.
Bundesförderprogramm gegen Gewalt
Ein zentraler Fokus liegt dabei auf unterrepräsentierten Zielgruppen, wie Frauen mit Behinderungen oder in ländlichen Regionen. Das Programm hat mit einem Gesamtvolumen von 161 Millionen Euro eine Vielzahl von Projekten gefördert, die die baulichen Voraussetzungen für Hilfsangebote verbessert haben und innovative Maßnahmen zur Versorgung betroffener Frauen angestoßen haben.
Die Bundesservicestelle im BAFzA koordiniert dieses Förderprogramm und gewährleistet den Teilnehmenden Unterstützung bei der Antragsstellung und Projektumsetzung. Verantwortlichkeiten umfassen die Antragsbearbeitung und Prüfung der Verwendungsnachweise, um sicherzustellen, dass die Mittel effektiv genutzt werden, um Gewalt gegen Frauen und Kinder zu bekämpfen, wie bafza ausführt.