Energiewende 2025: Wie Österreich die Zukunft der Energie gestaltet!
Der Energy Inspire Summit 2025 diskutierte die Energiewende und Nachhaltigkeit, mit Experten aus Wirtschaft und Politik, in St. Wolfgang.

Energiewende 2025: Wie Österreich die Zukunft der Energie gestaltet!
Der Verbund Energy Inspire Summit 2025 fand vom 8. bis 10. Oktober in St. Wolfgang statt und thematisierte die entscheidenden Schritte der Energiewende. Die Veranstaltung brachte Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um über die Herausforderungen und Chancen der Energietransformation zu diskutieren. Michael Strugl, CEO von Verbund, eröffnete den Summit mit einem Welcome Dinner, in dem er die Notwendigkeit klarer Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende betonte. Der Summit endete mit der Feststellung, dass die Energiewende machbar ist, wenn sie gemeinschaftlich angegangen wird.
Ein zentraler Programmpunkt war die erstmalige Verleihung des Roland-Langthaler-Preises an Matthias Salomon, der für seine Arbeit zur Verbindung von Klimazielen und Wettbewerbsfähigkeit anerkannt wurde. Zusätzlich wurden drei Frauen mit dem Verbund-Frauenstipendium ausgezeichnet: Lisa Fraunschiel, Johanna Reisinger und Elisabeth Seifried. Diese Ehrungen unterstreichen das Engagement für Diversität und Innovation in der Branche.
Herausforderungen und Chancen der Energiewende
Am zweiten Tag wurden die Herausforderungen der Energietransformation behandelt. Experten wie Gabriel Felbermayr, Direktor des WIFO, diskutierten die Notwendigkeit einer sicheren, CO₂-freien und leistbaren Stromversorgung. Wolfgang Hattmannsdorfer wies darauf hin, dass leistbare Strompreise essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft seien. Darüber hinaus betonte Michael Sponring von PwC die entscheidende Rolle der Finanzierung für die Umsetzung der Energiewende.
Ein weiterer Themenschwerpunkt war die Digitalisierung, die neue Möglichkeiten zur Optimierung der Energieerzeugung und -nutzung bietet. Dazu zählen Diskussionen über Wasserstofftechnologien und deren Potenzial, vor allem in Regionen wie Nordafrika, Skandinavien und Osteuropa.
Elektromobilität und grüne Finanzierung
Der dritte Tag des Summits widmete sich aktuellen Trends wie der E-Mobilität. Ferdinand Dudenhöffer prognostizierte, dass Elektroautos bis 2030 preislich mit Verbrennern konkurrieren werden. Während Wien plant, seine gesamte Fahrzeugflotte bis 2030 auf Elektromobilität umzustellen, betonte Roberta Boscolo von der World Meteorological Organization die Bedeutung zuverlässiger meteorologischer Daten für die Energiebranche.
Verbund-CFO Peter Kollmann sprach über die Vorteile der Green Finance und rief zur Notwendigkeit klarer Strategien für die Transformation auf. Diese Ansätze sind Teil der breiteren Strategie der Bundesregierung, die bis 2023 über die Hälfte des Stromverbrauchs Deutschlands aus erneuerbaren Energien decken möchte, wobei Windenergie an Land als wichtigste Stromquelle heraussticht.
Die Energiewende beeinflusst nicht nur den Energiesektor, sondern auch die Landwirtschaft und den Verkehrssektor, ohne die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Gefahr zu bringen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert aktiv den Gebäudebereich mit Programmen für Heizungstausch und Energieberatung, um diese Transformation weiter voranzutreiben.
Bürgerenergie als zentrale Säule
Eine Studie des Instituts trend:research aus dem Jahr 2021 beleuchtet die Rolle der Bürgerenergie in der deutschen Energiewende. Ein Drittel der installierten Leistung von erneuerbaren Energien befindet sich im Privatbesitz, und mit Einbeziehung von Landwirt:innen liegt dieser Anteil sogar über 40 Prozent. Trotz eines Rückgangs der Bürgerenergieanteile in den letzten Jahren bleibt diese Form der Energieerzeugung eine zentrale Säule der Energiewende. Die Bedeutung der Bürger ist unverkennbar: Während vor zehn Jahren über die Hälfte der installierten Leistung noch in Privatbesitz war, sank dieser Anteil bis 2019 auf 40,4 Prozent.
Angesichts des sich verändernden Energiemarktes wird klar, dass der Zubau von erneuerbaren Energien in allen Bereichen dringend erforderlich ist, um die Klimaziele zu erreichen. Der AEE-Geschäftsführer Dr. Robert Brandt betont die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen in diesem Bereich und ruft dazu auf, sowohl Bürger als auch Unternehmen in die Energiewende einzubeziehen.
Damit wird deutlich, dass die Energiewende nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine gewaltige Chance für die gesamte Gesellschaft darstellt, zu der jeder seinen Teil beitragen kann. Zukünftige Entwicklungen sollten sich daher weiterhin auf die Integration und Beteiligung aller relevanten Akteure konzentrieren.