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Im Bundesstaat Kalifornien sind die Waldbrände, die seit Dienstag wüten, außer Kontrolle geraten und haben bereits verheerende Folgen gefordert. Über 10.000 Gebäude in Los Angeles wurden durch die Flammen zerstört, darunter viele Ein- und Mehrfamilienhäuser, Gewerbeobjekte und Fahrzeuge. Besonders stark betroffen ist das Viertel Pacific Palisades, wo mehr als 5.300 Häuser niedergebrannt sind. Das größte Feuer, bekannt als Palisades Fire, hat eine Fläche von rund 8.000 Hektar erfasst.
Die Brände haben mindestens fünf Menschenleben gefordert, darunter das eines 66-jährigen Mannes, der sich der Evakuierung widersetzte und in Altadena starb. Insgesamt mussten mehr als 100.000 Menschen ihre Häuser verlassen, wobei die Behörden in Hollywood eine Teilevakuierung anordneten und die betroffenen Bürger mit einem offiziellen Appell zur Flucht aufforderten: "Unmittelbare Lebensgefahr. Gebiet jetzt verlassen."
Einsatzkräfte und Wetterbedingungen
Insgesamt sechs große Brände sind in der Region ausgebrochen, und über 7.500 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat betont, dass alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert werden, um die Situation zu bewältigen. Trotz dieser Bemühungen berichten Feuerwehrchefs, dass es an Wasser und Personal für die Löscharbeiten mangelt.
Die extremen Wetterbedingungen tragen zur Verschärfung der Lage bei. Trockene Winde mit Böen von bis zu 160 km/h behinderten zu Beginn die Luftunterstützung, jedoch sind mittlerweile Fortschritte bei den Löscharbeiten zu verzeichnen, da Helikopter erfolgreich Wasser abwerfen können. Kritische Wetterbedingungen werden bis Freitag erwartet.
Darüber hinaus haben die Brände auch die Aufmerksamkeit des US-Präsidenten erregt. Joe Biden hat eine Reise nach Italien abgesagt, um auf die Situation in Los Angeles zu reagieren, und sich über die Lage informiert. Er hat den von den Bränden Betroffenen Hilfe zugesichert.
- Übermittelt durch West-Ost-Medien
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