
Im ORF-Stiftungsrat sorgte das von der Regierung auferlegte Sparpaket für hitzige Diskussionen. Dringend benötigt man Einsparungen, während gleichzeitig die Kosten für die neue Portiersloge in die Höhe schießen. Wie die Krone berichtet, äußerte FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler sarkastisch, ob in der neuen Loge vielleicht sogar eine Sauna enthalten sei. Im Vorfeld wurde zudem die umfangreiche Berichterstattung über den Opernball kritisiert – SPÖ-Stiftungsrat Heinz Lederer fragte provokant, ob wirklich zehn Moderatoren notwendig seien. Die Debatte um die Gehälter der ORF-Mitarbeiter ist ebenfalls zurückgekehrt, da die nächste Veröffentlichung der Gehaltsliste Ende März bevorsteht. Robert Kratky führt mit einem Jahresgehalt von etwa 443.000 Euro.
Gleichzeitig stellt sich der ORF mit einem Finanzplan für 2025 auf, der von den Stiftungsratsmitgliedern mit großer Mehrheit genehmigt wurde, wie ORF berichtet. Dieser sieht nicht nur eine schwarze Null vor, sondern plant auch Investitionen von rund 30 Millionen Euro in Online-Formate. Um jedoch die geforderten Einsparungen von etwa 80 Millionen Euro zu realisieren, wird der ORF verstärkt intern produzieren und seine Personalkosten restriktiv gestalten. Der Stiftungsratsvorsitzende Lothar Lockl bestätigte, dass der ORF finanziell auf einem soliden Kurs sei und dennoch die Programmvielfalt erhalten bleiben könne.
Ein zukunftsweisender Schritt für den ORF
Die Geschäftsführung betont, dass trotz der Sparmaßnahmen der ORF seine regionale Präsenz und Digitalisierung weiter ausbauen will. Generaldirektor Roland Weißmann bekräftigte, dass Maßnahmen zur Reduzierung der umstrittenen Gehälter bereits ergriffen wurden. Auch die Gehälter der ORF-Mitarbeiter sollen um 3,2 Prozent steigen. Allerdings gibt es weiterhin Diskussionen über den neuen ORF-Beitrag, da fast 1.400 Beschwerden bei der Arbeiterkammer eingegangen sind. Vorsitzender Thomas Zach äußerte, dass durch gutes Management positive Ergebnisse erzielt werden können, während andere Stiftungsratskollegen mehr Gesprächsbereitschaft mit den Beitragszahlenden fordern.
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